Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Gefahr durch Geisterradler

Teils schlecht erkennbar: Radweg neben der Speyerer Straße in Dudenhofen.
Teils schlecht erkennbar: Radweg neben der Speyerer Straße in Dudenhofen.

Eine Meldung über einen Zusammenstoß zwischen einer Autofahrerin und einer 15-jährigen Fahrradfahrerin hat bei einem RHEINPFALZ-Leser aus Dudenhofen für Verwunderung gesorgt. Er weist außerdem auf ein seit langem bestehendes Problem hin.

Wie die Polizei am Dienstag berichtete, war am Montagnachmittag eine junge Fahrradfahrerin auf dem Radweg in der Speyerer Straße unterwegs. Eine aus einem Hof fahrende Autofahrerin übersah die 15-Jährige, so dass es zu einem Zusammenstoß kam. Die Radfahrerin stürzte und fiel mit dem Kopf auf den Asphalt, wobei sie sich leichte Verletzungen zuzog. RHEINPFALZ-Leser Thomas Löffler wohnt selbst in der Speyerer Straße, kurz vor der Auffahrt auf die Bundesstraße in Richtung Speyer. Er wunderte sich über die Anmerkung der Polizei, dass der Fahrradweg an dieser Stelle in beide Richtung befahren werden dürfe. Denn das sei nicht richtig, der Radweg dürfe nur in Richtung Speyer genutzt werden. Auf Nachfrage bestätigt Polizei-Sprecherin Susanne Lause, dass der Weg in der Tat nur in Richtung Speyer für Radfahrer freigegeben ist. Aufgrund eines internen Kommunikationsfehlers sei dies in der Polizeimeldung über den Unfall falsch angegeben worden, bedauert sie.

Radweg schlecht erkennbar

Der Radweg, der auf dem Bürgersteig verläuft, ist stellenweise kaum zu erkennen – entweder, weil Abschnitte neu gepflastert wurden oder weil die Farbe stark verblasst ist. Die Pfeile auf dem Boden, die die erlaubte Fahrtrichtung anzeigen, sind ebenfalls nur noch schlecht zu sehen. Ob es auch daran liegt, dass viele Radfahrer die Vorschrift missachten, wie Anwohner Thomas Löffler beobachtet hat? Laut dem Dudenhofener kommt es deshalb immer wieder zu gefährlichen Situationen auf dem Radweg. Insbesondere die vielen Schüler, die mittags aus Richtung Speyer kommen, nutzten ihn unerlaubterweise, weil sie sonst einen Umweg fahren müssten. Er habe beim Ausfahren aus seinem Hof schon einmal den Kühlergrill von einem Radfahrer eingetreten bekommen. Aber nicht nur wenn Autos aus dem Hof auf die Straße einbiegen wollen, drohten Gefahren sondern auch, wenn sich auf dem schmalen Weg Radfahrer begegneten. „Wenn sich da mal zwei Lenker verhaken und gleichzeitig ein Lkw auf der Straße fährt ...“, befürchtet er, dass die „Geisterradler“ einmal einen schweren Unfall verursachen könnten.

„Da kontrolliert kein Mensch“, ärgert sich Löffler. Polizei-Sprecherin Lause gibt zu, dass die Polizei dort normalerweise keine Kontrollen macht. „Wir müssen Schwerpunkte setzen“, sagt sie. Und zu dem betreffenden Radweg hätten sie bislang keine Beschwerden erreicht und seien ihr auch keine anderen Unfälle in jüngerer Vergangenheit bekannt. Sie hält Löfflers Beobachtungen aber für durchaus plausibel und will die Anregung für künftige Kontrollen berücksichtigen.

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