Rhein-Pfalz Kreis Fußgängerampel kommt weg

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Dannstadt-Schauernheim. Die Fußgängerampel in der Hauptstraße neben dem Getränkefachmarkt Frank, in dem auch die örtliche Postagentur untergebracht ist, gibt es nicht mehr. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hat sie abschalten lassen, sie soll abgebaut werden.

Die provisorische Anlage war im April aufgestellt worden. Mit ihrer Hilfe sollte herausgefunden werden, ob das Verkehrsaufkommen eine dauerhafte Ampel rechtfertigt. Für mehr Fußgängerüberwege – eventuell sogar eine Ampel – auf Hauptverkehrsrouten wie der Hauptstraße im Ortsteil Dannstadt hatten sich vor allem besorgte Eltern eingesetzt. Ende Juni hatten sie eine Unterschriftenliste an Verbandsbürgermeister Stefan Veth (CDU) übergeben. Der LBM in Speyer ist für solche Vorhaben auf der Hauptstraße zuständig, da es sich dabei um eine Landesstraße handelt. Das Einrichten eines Fußgängerüberwegs – im Volksmund Zebrastreifen – ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Vereinfacht ausgedrückt, müssen innerhalb einer Stunde genügend Fahrzeuge durch die betreffende Straße fahren und zur selben Zeit genügend Fußgänger diese Straße überqueren. Die provisorische Ampel war ein Test: In Dannstadt hätten dem Gesetzgeber zufolge in einer Stunde mindestens 200 bis 300 Fahrzeuge vorbeifahren und 50 bis 100 Fußgänger die Hauptstraße überqueren müssen. Erst dann wäre ein Zebrastreifen möglich. Empfehlen kann ihn der Landesbetrieb ab 300 bis 450 Fahrzeugen, die 100 bis 150 Passanten begegnen. Oder wenn wenigstens 450 bis 600 Fahrzeuge mindestens 50 bis 100 Fußgänger treffen. Wie hoch das Fahrzeug- und Fußgängeraufkommen für eine dauerhafte Ampel sein müssten, hat der LBM gestern nicht mehr beantwortet. Die beim Versuch in Dannstadt ermittelten Werte waren aber ohnehin zu niedrig. Die erhoffte höhere Verkehrssicherheit habe nicht erzielt werden können, zumal sich auffallend viele Verkehrsteilnehmer an dieser Stelle falsch verhalten hätten. In der letzten Kontrollzählung zu den Spitzenzeiten des Kindergarten- und Schulverkehrs überquerten demnach von 7 bis 8 Uhr zehn Kinder und fünf Erwachsene die Hauptstraße – und neun Personen kurz vor oder hinter der Ampel. In diesem Zeitraum seien 551 Fahrzeuge gezählt worden. Von 12 bis 13 Uhr nutzten zwei Kinder und 21 Erwachsene die Ampel, um sicher auf die andere Straßenseite zu gelangen – bei einem Fahrzeugaufkommen von 389. Von 16 bis 17 Uhr schließlich waren es vier Kinder und vier Erwachsene, wobei sieben Leute die Hauptstraße wenige Meter von der Ampel entfernt überquerten. In diesem Zeitraum waren 534 Fahrzeuge unterwegs. „Aus diesem Grund wird durch den LBM wieder der ursprüngliche Zustand mit Fußgängerüberweg hergestellt“, erklärte Ortsbürgermeister Bernd Fey (CDU) in der Ratssitzung am Dienstag auf Anfrage der Grünen. Wer sich jetzt wundert, weshalb der LBM angesichts der Ergebnisse nicht auch gleich auf den Zebrastreifen verzichtet: Den Fußgängerüberweg neben dem Getränkefachmarkt Frank gibt es schon so lange, dass er Bestandsschutz hat. |mamü

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