Rhein-Pfalz Kreis Freie Wähler wollen jugendlichen Wahlkampf führen

Freie Wählergruppen haben am Freitag in Kindenheim den FWG-Gemeindeverband Leiningerland aus der Taufe gehoben. Zum Vorsitzenden wurde Jürgen Schraut gewählt.
Bereits 85 Mitglieder haben ihren Beitritt zum FWG-Verband erklärt, der als politischer Verein organisiert ist. 66 Mitglieder nahmen an der Gründungsversammlung teil. Geschäftsführer Hanns Gauch geht davon aus, dass der Gemeindeverband mit rund 100 Mitgliedern seine Arbeit aufnehmen wird. Zum Vorsitzenden wurde Jürgen Schraut aus Battenberg gewählt, der schon der FWG Grünstadt-Land vorstand. Ihm zur Seite stehen Karl Meister, bisheriger Chef der FWG Hettenleidelheim, und Bernd Eberle aus Dirmstein. „Dass uns bereits so viele Menschen bei der Neugründung zur Seite stehen, das ist ein gutes Zeichen für die Vitalität und die Bedeutung der FWG im Leiningerland“, sagte Jürgen Schraut in seiner Begrüßung. Die Freien Wähler hätten die Aufgabe, in der neu entstehenden Verbandsgemeinde Leiningerland am politischen Entscheidungsprozess mitzuwirken. „Von uns wird Kontinuität erwartet, wir müssen zukunftsorientiert für die Bürger entscheiden und zeigen, dass wir keine Kirchturmpolitiker sind“, sagte der Vorsitzende. Schraut betonte, dass sich die FWG nicht „zusammenraufen“ müsse, denn bereits seit dem Herbst 2015 laufe die intensive Vorbereitung für die Zusammenführung der beiden Gemeindeverbände. Diese bestehen vorerst noch nebeneinander und werden nach der Gründung der neuen Verbandsgemeinde aufgelöst. Karl Meister wertete den Prozess und den Dialog in der Vorbereitung der Neugründung als vollen Erfolg, der eine gute Ausgangsbasis für eine „wirkungsvolle und starke FWG“ biete, die eine Alternative zu den etablierten Parteien darstelle. Hanns Gauch fiel die Aufgabe zu, die vorbereitete Vereinssatzung zu verlesen und die gesamten Regularien, die für die Neugründung nötig sind, über die Bühne zu bringen. Gemeinsam mit Timo Benß und Daniel Friedrich hatte Gauch die Gründungsversammlung sowie die elektronische Registrierung der Mitglieder für die anstehenden Wahl vorbereitet. Sämtliche Ergebnisse der Vorstandswahl konnten den Mitgliedern umgehend digital ausgewertet präsentiert werden. Die Wahl des Vorstands verlief ohne Kampfkandidaturen, nur bei der Besetzung des Beirats gab es mehr Bewerber als Plätze in dem Gremium. Als Beisitzer durchgesetzt haben sich fast ausschließlich FWG-Mitglieder aus dem ehemaligen Gemeindeverband Grünstadt-Land. Nach der Wahl betonte Vorsitzender Schraut, dass nun das Fundament für die politische Arbeit der FWG gelegt worden sei. Weil der Verein neu gegründet wurde, müsse die FWG Leiningerland für die Teilnahme an der Wahl des Verbandsgemeinderats am 7. Mai nächsten Jahres 150 Unterstützerunterschriften vorlegen. Es werde ein Wahlentwicklungsausschuss gebildet, der sich intensiv mit den neuen Medien beschäftigen werde, kündigte der Battenberger an. „Wir werden einen jugendlichen, frischen Wahlkampf führen“, so Schraut. Ob die FWG einen Bürgermeisterkandidaten benennen werde, das ließ Jürgen Schraut offen. Die Personaldebatte werde innerhalb der intensiven Wahlvorbereitung geführt. Als Ziel für die Wahl nannt Schraut: „Die 27 Prozent der Stimmen erreichen, die wir vorher auf Verbandsgemeindeebene bekommen haben – und ein bisschen mehr.“ Auf die Erhebung von Beiträgen verzichtet die Wählergruppe zunächst. Der Vorstand Vorsitzender Jürgen Schraut (Battenberg), Stellvertreter Karl Meister (Altleiningen) und Bernd Eberle (Dirmstein), Kassenwart Siegfried Kossahl (Carlsberg), Geschäftsführer Hans Gauch (Ebertsheim), Schriftführerin Sandra Neumann (Wattenheim), Beisitzer: Joachim Stefan Müsel (Obrigheim), Timo Benß (Bockenheim), Freya Lichti (Kirchheim), Bernd Findt (Ebertsheim), Daniel Friedrich (Obrigheim), Doris Nitzsche (Mertesheim). | jös