Dudenhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Fischtreppe nimmt Gestalt an

Aus der Luft: In der Mitte ist das Gerinne für das Gewässer zu sehen, das später den Woogbach (rechts) und den Altwiesengraben (
Aus der Luft: In der Mitte ist das Gerinne für das Gewässer zu sehen, das später den Woogbach (rechts) und den Altwiesengraben (links) verbinden soll.

Um den rund neun Kilometer langen Woogbach für Wanderfische wie den Atlantischen Lachs und den Aal durchgängig zu machen, werden der Bach und der Altwiesengraben an der Wingertsmühle in Dudenhofen verbunden. Die Arbeiten liegen laut Kreisverwaltung im Zeitplan. Die örtliche CDU denkt schon weiter und hat Wünsche, wenn das Projekt abgeschlossen ist.

Wie die für die Bauarbeiten zuständige Kreisverwaltung auf Anfrage mitteilte, wurden bisher eine Brücke über den Altwiesengraben und eine Baustraße errichtet sowie das Gerinne für die Fischtreppe hergestellt. Zudem sei die Sohlstruktur des Altwiesengrabens durch Steinmatratzen im Bereich der Neustadter Straße an der Mündung des Woogbachs verbessert worden. Der Altwiesengraben mündet rund 200 Meter stromabwärts von der Wingertsmühle in den Bach, zuvor verläuft er parallel dazu. „Der Baustart war Mitte Februar und das Bauende ist für Mitte August 2021 vorgesehen“, teilte Kreissprecherin Kornelia Barnewald mit.

Bis dahin muss noch das Verbindungsgewässer mit der Fischtreppe vervollständigt werden. Zudem soll darüber eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke errichtet werden. Und zu guter Letzt sind laut Barnewald Renaturierungsmaßnahmen und Aufweitungen am Altwiesengraben vorgesehen. Die Kosten für die Brücke über die Verbindungsspange in Höhe von rund 30.000 Euro trägt die Ortsgemeinde Dudenhofen. Das Gesamtprojekt ist mit 440.000 Euro veranschlagt, wovon 90 Prozent das Land bezahlt. Der Rhein-Pfalz-Kreis muss somit 44.000 Euro aufbringen.

„Weg soll erhalten werden“

Eine Delegation aus Mitgliedern der CDU Dudenhofen, der Senioren-Union, dem Behindertenbeauftragten, Vertretern des Seniorenbeirats sowie Landrat Clemens Körner (CDU) hat sich zuletzt selbst ein Bild vor Ort gemacht. Die Christdemokraten setzen sich für den Erhalt des für die Bauarbeiten hergestellten Weges ein, wie Fraktionschef Jürgen Ofer mitteilt. Das Gebiet werde von Dudenhofenern – besonders von Familien und Senioren – sowie Besuchern des Orts stark frequentiert. Die vor den Bauarbeiten vorhandenen Erdwege seien gerade mit Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühlen nach Regenfällen nur bedingt befahrbar gewesen, begründet er.

Der Weg, der für die Bauarbeiten errichtet wurde, beginne an der Kreuzung „Spielplatz am Badeplatz“ und verlaufe nahezu durchgängig bis vor die Wingertsmühle. Er ist derzeit noch geschottert. Die CDU wünscht sich, dass dieser Weg nach dem Abschluss der Arbeiten ausgebaut wird, damit er von Familien mit Kinderwagen, Senioren mit Rollatoren und Rollstuhlfahrern genutzt werden kann. „Durch die errichteten Brücken kann dieser auch nach Regenfällen gut begehbare Rundweg, der die Ortsmitte mit dem Abenteuerspielplatz und dem Friedwald verbindet, generationsübergreifend genutzt werden“, sagt Fraktionsvorsitzender Ofer. Er bringt auch ins Spiel, sich zu überlegen, wie dieser Weg naturnah veredelt werden könnte.

Er und seine Parteikollegen begrüßen auch die Idee, ein Tages-Café mit Außenterrasse auf dem Privatgelände der Mühle zu errichten. Sie finden, dass sie von der Gemeinde unterstützt werden sollte. Der Bereich um die Mühle würde dadurch aufgewertet werden, was für die Dorfentwicklung und gerade für Senioren und Familien sehr begrüßenswert wäre, sagen Fraktionschef Ofer und sein Stellvertreter Marcus Mönig. Sie haben deshalb einen entsprechenden Antrag gestellt, über den der Ortsgemeinderat entscheiden muss.

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