Rhein-Pfalz Kreis Finanzspritze für Sozialfonds

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NEUHOFEN. Allmählich spricht sich herum, dass Pfarrer Ralph Gölzer einen Sozialfonds eingerichtet hat. Jetzt freut sich der evangelische Seelsorger über eine Spende der Naturfreunde. Mit dem Geld soll Bedürftigen geholfen werden.

„Bis vor Kurzem wusste ich gar nichts von dem Sozialfonds“, räumt der Vorsitzende der Neuhofener Naturfreunde, Walter Kern, ein. Vereinsintern habe man sich nämlich Gedanken gemacht, wofür der Erlös der letztjährigen Adventsveranstaltung am Naturfreundehaus „Im Woog“ verwendet werden könne. Als Vorstandsmitglied Peter Frosch von Gölzers unbürokratischer Hilfe berichtete, beschlossen die Naturfreunde spontan: Diese Aktion sollte unterstützt werden. 500 Euro gingen nun an den Pfarrer. Worum geht es dabei? „Die soziale Wirklichkeit ist, dass immer wieder Menschen in Not geraten, sei es durch Krankheit, Arbeitslosigkeit oder familiäre Probleme“, berichtet Gölzer. Es gehe nicht darum, dauerhaft den Lebensunterhalt von Menschen zu finanzieren, die in eine Schieflage geraten sind. Vielmehr solle mit dem Sozialfonds ein kurzfristiger Engpass überbrückt werden. Schon länger spürt Gölzer, dass die soziale Not größer wird. Und er weiß natürlich, dass Zuwendungen in der Regel nicht über Kirchensteuerbeiträge geleistet werden können. Deshalb kam ihm das Angebot eines ortsansässigen Unternehmers gerade recht, der mit einer sehr großzügigen Spende den Anschub zur Einrichtung dieses Fonds ermöglichte. Dank der finanziellen Grundausstattung kann Gölzer nun Menschen in prekären Situationen helfen – wenn beispielsweise bei einer Familie wegen Zahlungsunfähigkeit mitten im Winter Strom und Heizung abgestellt werden sollen. Bislang wurde das Hilfsangebot nie ausgenutzt. „Im Gegenteil“, sagt Gölzer. „Einige Menschen wissen nichts von diesem Angebot. Andere wiederum wollen aus Scham keine Hilfe in Anspruch nehmen und melden sich erst, wenn es schon spät ist.“ Auch Asylsuchenden hat Gölzer schon unter die Arme gegriffen. Seit er sich dafür einsetzte, dass in dem vormals von ihm bewohnten Pfarrhaus Flüchtlinge untergebracht wurden, hat er regelmäßigen Kontakt zu den neuen Bewohnern. Und hilft natürlich nach Kräften, um den hier fremden Menschen die Eingewöhnung zu erleichtern. Erst kürzlich hat der im „Netzwerk Asyl“ aktive Pfarrer kirchliche Räume geöffnet, damit dort Sprachkurse für die Flüchtlinge stattfinden können. Der Unterstützung vieler Ortsansässiger kann sich Gölzer sicher sein. „Ich bin überrascht, wie positiv dies von der Bevölkerung aufgenommen wird“, sagt er. (bmx)

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