Rhein-Pfalz Kreis Finanznot: Studenten leiden unter Mietwucher

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Eine Studie des Moses-Mendelssohn-Instituts offenbart die finanziellen Nöte der Studenten. Zwar soll die staatliche Unterstützung laut Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) bis 2020 um 15 Prozent steigen, jedoch zeigt die Studie: selbst der bisherige Höchstsatz von 649 Euro reicht in beliebten Hochschulorten nicht zum Leben.

«Mannheim.»Die Berliner Forschungseinrichtung nahm die Ausgaben der Studierenden für Wohnung, Nahverkehr, Studium, Verpflegung und Lebenshaltung unter die Lupe. Das Ergebnis: In 20 von 96 untersuchten Hochschul-Standorten kann auch die geplante Bafög-Reform die Lebenshaltungskosten nicht decken. Spitzenreiter ist München: In der bayrischen Hauptstadt kostet Studierende das Leben im Durchschnitt 1000 Euro pro Monat. Aber auch Frankfurt (885 Euro), Heidelberg (780 Euro) und Mannheim (750 Euro) finden sich im oberen Bereich der Tabelle wieder. In Thüringen ist das Studentenleben mit 595 Euro noch am günstigsten. Dass Nebenjobs oder die finanzielle Unterstützung der Familie für das Studium trotz staatlicher Fürsorge unverzichtbar sind, zu diesem Ergebnis kommt die Studie. Unterschiedlichen Wohnkosten der Universitätsstädte werden als Hauptgrund für das Ungleichgewicht gesehen. Daran könne eine Anhebung der Wohnpauschale auf 325 Euro wenig ändern bei Durchschnittspreisen für Zimmer von 363 Euro. Tendenz steigend. „Lokale Besonderheiten bei den Studienkosten dürfen nicht darüber entscheiden, ob jemand ohne finanzielle Unterstützung der Eltern studieren kann“, sagt Forschungsdirektor Stefan Brauckmann. Er plädiert für regional angepasste Ortszuschläge. Denn die Studenten von heute sind die Arbeitskräfte von morgen.

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