Rhein-Pfalz Kreis Feuerwehren im Dauereinsatz

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Spätestens um 2 Uhr in der Nacht zum Freitag war für die Freiwilligen Feuerwehren im Frankenthaler Umland an Schlaf nicht mehr zu denken: Ihre Mitglieder mussten zahlreich und für viele Stunden wegen des schweren Gewitters ausrücken, um Keller leer zu pumpen.

„In Beindersheim war eindeutig der Schwerpunkt“, berichtete gestern Mittag Wehrleiter Carlo Randazzo, bevor er sich nach zwölfstündigem Einsatz mal zum Schlafen legte. 72-mal seien seine Leute von der Wehr Lambsheim-Heßheim ab etwa 1.45 Uhr gerufen worden, davon seien 60 Einsätze in Beindersheim gewesen. „Volle Keller und Wasser bis zu 20 Zentimeter hoch in einigen Straßen“, fasste Randazzo die Lage während und nach dem heftigen Regen zusammen. Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste oder gar Menschen in Not habe es zum Glück nicht gegeben. „Einmal wurde uns Schmorgeruch gemeldet, aber das hat sich als defekte Klingel herausgestellt, also keine große Sache“, sagte der Wehrleiter. In der Spitze sei man mit 63 Leuten und 13 Fahrzeugen unterwegs gewesen. Auch die Bobenheim-Roxheimer Feuerwehr war bis zum Mittag damit beschäftigt, Hausbewohnern mit Wasser im Keller zu helfen. „Zu dieser Hilfeleistung sind wir verpflichtet“, sagte auf Anfrage Wehrleiter Kai Neiheiser und sprach von 25 Mann in sieben Einsätzen. Vom örtlichen Kanalwerk hat er gehört, dass bei dem Gewitter in Roxheim eine Regenmenge von rund 47 Liter pro Quadratmeter pro Stunde vom Himmel fiel. Neiheiser hofft, dass sich das Unwetter heute und morgen nicht wiederholt, „denn wir sind in Einsatzbereitschaft wegen des Frankenthaler Strohhutfests und des Rheinland-Pfalz-Tags in Worms“. In Dirmstein wurden gut 15 Keller ausgepumpt, berichtet Markus Ittel, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Leiningerland. Im Gebiet Mitteltor, Bahnhofstraße und Hauptstraße sei es wieder am ärgsten gewesen, hat Bürgermeister Bernd Eberle (FWG) gehört. „Aber es war wohl nicht so schlimm wie vor zwei Jahren.“ Gegen 2 Uhr wurde der Feuerwehr laut Markus Ittel ein brennender Dachstuhl in Kleinkarlbach gemeldet. „Glücklicherweise war das aber nicht der Fall“, berichtete er. „Der Anrufer war wegen des starken Regens einer optischen Täuschung unterlegen und hat eine orange leuchtende Straßenlaterne für ein Feuer gehalten.“

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