Rhein-Pfalz Kreis Feiern, bis der Arzt kommt

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«Fussgönheim.» Es ist nicht absehbar, wann und ob ein Arzt in die Gaststätte bei der Fußgönheimer Mehrzweckhalle einzieht. Bis es eine Lösung gibt, vermietet die Ortsgemeinde die Wirtschaft auch an Privatpersonen. So sollen die Kosten halbwegs gedeckt werden.

Die Idee hatte der Ortsbeigeordnete Klaus Weiler (CDU). Er ist für die gemeindeeigenen Objekte wie Bürgerhaus und Mehrzweckhalle zuständig. Und er hat festgestellt, dass die Nachfrage von Fußgönheimer Bürgern nach einem weiteren Raum zum Feiern vorhanden sei. Einige Mal habe er das ehemalige Vereinsheim des ASV Fußgönheim bereits vermieten können. Dem Pächter der Gaststätte hatte die Ortsgemeinde gekündigt. Eigentlich sollte die Gaststätte zur Arztpraxis umgebaut werden. Allein: Es fehlen die Interessenten, die sich in Fußgönheim niederlassen wollen. Deshalb nun die Zwischenlösung. „Ich hoffe, dass die Gaststätte hin und wieder genutzt wird“, sagte Weiler im Ortsgemeinderat, der sich einhellig für die Vermietung der Gaststätte aussprach. Letztlich könnten die Kosten, die entstehen, wenn die Wirtschaft leer steht, durch die Einnahmen zwar nicht komplett aufgefangen werden, aber zumindest teilweise, sagte Weiler. 80 Euro kostet es, das ehemalige Vereinsheim zu mieten. Die Ausstattung kann mitgenutzt werden. „Mit Gläsern muss man sich selbst versorgen“, sagt Weiler. Fußgönheims Ortsbürgermeisterin Marie-Luise Klein (SPD) hatte bereits zwei Kandidaten für die Arztpraxis gefunden. Die Verhandlungen für eine Gemeinschaftspraxis waren weit fortgeschritten. Dann sprang einer der Interessenten allerdings kurzerhand wieder ab. Wie und ob es überhaupt zur Praxis in der Gaststätte kommt, ist offen. So lange heißt es nun: feiern, bis der Arzt kommt.

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