Rhein-Pfalz-Kreis Fürs Stadtradeln im Kreis treten

Bewegung an der frischen Luft, Landschaft genießen und entspannt ans Ziel kommen – fürs Radfahren gibt es viele gute Gründe.
Bewegung an der frischen Luft, Landschaft genießen und entspannt ans Ziel kommen – fürs Radfahren gibt es viele gute Gründe.

Keine Ahnung, wer sich den Namen Stadtradeln ausgedacht hat. Mitgedacht hat derjenige jedenfalls nicht. Denn es gibt ja auch Landmenschen, die bei der Aktion mitmachen und für besseres Klima in die Pedale treten. Der Rhein-Pfalz-Kreis ist wieder mit von der Partie. Dieses Jahr ziehen sogar alle seine Gemeinden mit. Verschiedene Teams bilden sich, um ab 30. August um die Wette zu radeln.

Es geht darum mit dem Fahrrad Kilometer zu machen. So viele wie möglich innerhalb von drei Wochen. Und da treten im Rhein-Pfalz-Kreis Schorlebiker gegen Sonntagsradler an, Grüner Spargel gegen Quäl Dich Du S... , Hausmeister gegen Burgfunken, Feuerwehrleute gegen Umweltschützer. Mit dabei sind Vereine, Schulen, Kitas, Arztpraxen, Verwaltungsangestellte, politische Gruppen und private Initiativen. Bislang haben sich 181 Teams angemeldet. Noch steht bei allen der Zählerstand auf null. Aber ab 30. August zählt’s. Jeder Kilometer, der während der dreiwöchigen Aktionszeit mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, kann online in ein Kilometer-Buch eingetragen oder direkt über die Stadtradeln-App getrackt werden. Und wer es lieber offline mag, kann seine Leistung der lokalen Stadtradeln-Koordination melden. Wo geradelt wird, ist übrigens egal. Es darf über Straßen, Wege und Pfade, ja sogar über die Rheinbrücke gehen. Kreis- und Stadtgrenzen können gerne durchbrochen werden. Der Weg zur Arbeit zählt ebenso wie die Tour zum Bäcker. Nur der Hometrainer, der zählt nicht.

Gut fürs Klima und die Fitness

Ob Landrat Clemens Körner (CDU) als gutes Beispiel vorangeht und ab Ende August von Dudenhofen ins Kreishaus radelt, lässt er in seinem Grußwort auf der Stadtradeln-Internetseite offen. Aber er lädt alle Kreisbürger ein, bis zum 19. September fleißig zu strampeln, denn Radfahren sei nicht nur gut fürs Klima und die persönliche Fitness. Radfahren schütze auch vor Corona. „Das Fahrrad gehört nach Ansicht des Bundesgesundheitsministeriums zu den sichersten Verkehrsmitteln für die verbleibenden unvermeidlichen Wege. Es ist die beste Alternative zum ÖPNV und in vielen Fällen dem Auto vorzuziehen“, schreibt Körner. Und so ist zu hoffen, dass im September die Kilometer- und nicht die Fallzahlen nach oben schnellen.

Dieses Jahr sponsert das Umweltministerium die Teilnahme. Stadtradeln kostet normalerweise etwas. „Der Rhein-Pfalz-Kreis konnte rechtzeitig alle Kommunen nachmelden, bevor der Topf leer war. Somit ist die Teilnahme als solches kostenlos für die Kommunen“, heißt es seitens der Kreisverwaltung. Die Vorzeichen stehen also gut, bleibt der Wunsch bei den Verantwortlichen, dass viele Kreisbürger zumindest für drei Wochen aufs Rad umsteigen. Im vergangenen Jahr hatte sich der Kreis erstmals beteiligt. 1172 Radler gaben für die Aktion Stadtradeln Gas. Wobei gar nicht mal alle davon aus dem Rhein-Pfalz-Kreis kamen, sondern teils nur ihre Kilometer für ihn gespendet haben. Fakt war, dass zwar 184.907 Kilometer gefahren wurden, aber nicht mal jeder 100. aufs Rad gestiegen ist. Da ist also noch Luft nach oben.

Mitradeln

Sowohl auf übergeordneter Kreisebene als auch auf kommunaler Ebene gibt es jeweils Koordinatoren. Diese sind auf den entsprechenden Unterseiten im Internet genannt unter: www.stadtradeln.de/rhein-pfalz-kreis. Ansprechpartnerin auf Kreisebene ist Klimaschutzmanagerin Natalie Hauke, Telefon 0621/ 5909-4050, E-Mail: rhein-pfalz-kreis@stadtradeln.de. Ins Leben gerufen hat das Stadtradeln die Initiative Klima-Bündnis. Die europäischen Städte, Gemeinden und Kreise, die dort Mitglied sind, setzen sich seit 1990 für den Klimaschutz ein. Das erste Stadtradeln gab es 2008. Weitere Informationen gibt es unter www.stadtradeln.de.

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