Neuhofen RHEINPFALZ Plus Artikel Erweiterungsbau der Grundschule: Machbarkeitsstudie vorgestellt

So könnte der Erweiterungsbau der Rehbachschule aussehen.
So könnte der Erweiterungsbau der Rehbachschule aussehen.

Auch die Rehbachgrundschule in Neuhofen platzt aus allen Nähten. Daher soll ein Erweiterungsbau entstehen. Die Mensa, zusätzliche Klassensäle und der Hort sollen dort unterkommen. Doch bis das erste Essen dort ausgegeben wird, muss noch einiges an Arbeit geleistet werden.

Bis 2028 ist es noch ein bisschen hin. Doch einige Ereignisse stehen jetzt schon fest, wenn man dem Internet glaubt. So soll es am 26. Januar eine ringförmige Sonnenfinsternis im östlichen Nordamerika, Mittel- und Südamerika, in Westeuropa und dem nordwestlichen Afrika geben. Am 22. Juli steht sogar eine totale Sonnenfinsternis in Australien und Neuseeland schon im Kalender. Von 14. bis 30. Juli sollen die Olympischen Sommerspiele in Los Angeles stattfinden. Was noch nicht in den Weiten des Internets auftaucht: 2028 könnte nach den Sommerferien auch der Erweiterungsbau der Neuhofener Rehbachschule in Betrieb genommen werden.

Das war jedenfalls der vorläufigen und selbstverständlich noch sehr groben Terminplanung von Architektin Gudrun Dillig-Raab in der jüngsten Bauausschusssitzung zu entnehmen. Das Architekturbüro Dillig aus Simmern im Hunsrück war mit einer Machbarkeitsstudie für den Erweiterungsbau beauftragt worden.

„Gebäude wird zweigeschossig“

In dem Erweiterungsbau sollen die Mensa inklusive Speiseräume und Küche, der Hort, zwei zusätzliche Klassenräume und Mehrzweckräume untergebracht werden. „900 Quadratmeter Fläche werden benötigt“, führte die Architektin aus. „Und das Gebäude wird zweigeschossig, sonst kriegen wir nicht alles unter.“

Die Mensa samt Küche und Nebenräumen befindet sich der Studie zufolge im Erdgeschoss. Das sei wegen der Anlieferung einfacher, meinte Dillig-Raab. Die Küche muss darauf ausgelegt sein, dass dort 500 Essen zubereitet werden können. 300 Kinder aus der Grundschule sind eingeplant, dazu kommen noch mal 200 aus den beiden Kitas Pavillon und Kunterbunt. Die beiden Einrichtungen nutzen die Mensa mit.

Tribüne gleicht Höhenunterschied aus

Der zusätzliche Vorteil der Mensa: „Sie kann bei Veranstaltungen auf dem benachbarten Sportplatz als Aufenthaltsraum genutzt werden. Wir haben auch eine Essensausgabe über die Fenster vorgesehen“, sagte die Architektin. Den Höhenunterschied zwischen dem Gelände des Sportplatzes und des Schulgeländes könne man mit einer kleinen Tribüne ausgleichen. Ins Obergeschoss kämen dann die beiden zusätzlichen Klassenzimmer, Mehrzweckräume sowie die Zimmer, in denen der Hort untergebracht wird.

Bei der Umsetzung gebe es mehrere Möglichkeiten. Eine davon sei in Fertigbauweise, etwa in Holz, aber auch kombiniert mit Holz und Stahl. Eine Stahlbeton-Skelettbauweise sei ebenso möglich wie ein Mischbau. Laut Bürgermeister Ralf Marohn (FDP) soll das Gebäude dann auch an das örtliche Nahwärmenetz angeschlossen werden. Eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach sei mittlerweile bei öffentlichen Gebäuden ohnehin obligatorisch.

Bleiben noch die Kosten. Die bezifferte Gudrun Dillig-Raab auf rund 4,3 Millionen Euro. In Stein gemeißelt ist das aber noch nicht. Denn die Lokalpolitiker müssen sich erstmal darauf verständigen, was sie überhaupt wollen. Am 16. April (19 Uhr, Ratssaal, Rathaus Neuhofen) befasst sich der Gemeinderat mit dem Thema. Und auch die Preisentwicklung im kommenden Jahr muss abgewartet werden. Wenn in den Gremien und dann auch auf der anderen Seite bei den Genehmigungen Gas gegeben werde, könne der Bauantrag im Februar 2026 gestellt werden. Die Bagger könnten dann im September 2027 anrücken, sodass nach den Sommerferien 2028 die ersten Essen in der Mensa ausgegeben werden können.

Eine kleine Tribüne könnte als Verbindung zwischen Mensa und Sportplatz dienen.
Eine kleine Tribüne könnte als Verbindung zwischen Mensa und Sportplatz dienen.
Die mögliche Ansicht des Neubaus zum Schulgebäude hin. Auch eine Fassadenbegrünung ist möglich.
Die mögliche Ansicht des Neubaus zum Schulgebäude hin. Auch eine Fassadenbegrünung ist möglich.
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