Rhein-Pfalz Kreis Erlebnisferien auf „Ba-Li“

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LINGENFELD. Langeweile ist hier fehl am Platz: Die Kinder und Jugendlichen der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim verbringen die warmen Tage am See. Kanu und Kanadier fahren, Stand-Up-Paddling und Sportturniere sorgen bei den Sechs- bis 14-Jährigen für großen Spaß. Die Verpflegung übernimmt das benachbarte Restaurant „Haus am See“. Das liefert täglich ein warmes Mittagessen und Getränke.

„Um 9 Uhr morgens werden die Kinder aus dem ganzen Verbandsgemeindegebiet mit dem Bus eingesammelt und sind abends vor 17 Uhr nicht zu Hause“, erzählt Werner Kopf. Er ist dienstältester Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim und bereits im 19. Jahr bei der Ortsranderholung dabei. „In den ersten beiden Wochen waren es 94 Kinder und Jugendliche, in den letzten beiden sind es 82“, sagt Kopf. „Als wir das Ferienprogramm im ersten Jahr angeboten haben, waren es 24 Kinder, aber im Jahr darauf gab es schon einen riesen Andrang.“ In Dannstadt-Schauernheim gibt es keinen See. „Da ist es gut, dass wir die Möglichkeit haben, an den Lingenfelder Badesee zu kommen“, berichtet der Betreuer, der mit seinem Team ein sportliches Programm – teils zu Wasser – ausgetüftelt hat. Für heute ist ein Fußballturnier angesetzt und morgen soll ein Beachvolleyballturnier auf der Mechtersheimer Seite des Sees stattfinden. Außerdem habe es schon Tischtennis-, Beachsoccer- und Kniffelwettkämpfe gegeben. Die Kanus werden auch gerne genutzt. Die Jugendlichen stünden bei ihren Touren immer unter Beobachtung. Von einer Bank aus haben Betreuer Blick auf den See. Kopf sagt: „Falls mal etwas passiert, bekommen wir es sofort mit. Das war bisher aber zum Glück noch nie der Fall.“ 14 weitere Personen, von denen viele jahrelang selbst als Kinder bei dem Ferienprogramm dabei waren, unterstützen Werner Kopf bei seiner Arbeit. Wie in den Vorjahren ist er auch in diesem Jahr sehr zufrieden. „Wir haben ganz tolle Kinder und Jugendliche“, lobt er und fügt stolz hinzu, dass es innerhalb des Rhein-Pfalz-Kreises keine Jugendpflege gebe, die „solch ein Ferienprogramm anbietet.“ Für Eltern, die weniger Urlaubstage haben als ihre Kinder Ferientage, ist das Angebot der Ortsranderholung laut Werner Kopf perfekt: „Die Eltern kommen hin und wieder aber auch vorbei und machen mit ihren Kindern eine kurze Kanutour.“ Auch Flüchtlingskinder hätte der Jugendpfleger sehr gerne aufgenommen. „Der Kontakt mit Gleichaltrigen ist doch die beste Möglichkeit zur Integration“, sagt er und findet es schade, dass es keine Nachfrage seitens ihrer Familien gab. Beim Mittagessen sitzt Stefanie Mehrer aus Dannstadt-Schauernheim mit ihrer siebenköpfigen Gruppe zusammen. Die 15-Jährige war in den ersten zwei Wochen selbst als Teilnehmerin dabei und betreut in den letzten beiden Wochen als Praktikantin die Achtjährigen. Seit fast zehn Jahren kommt sie sehr gerne hierher. Eine ihrer Schützlinge ist die achtjährige Ioana. „Mir gefällt das Kanufahren am besten“, berichtet sie. Anni (8) ist zum ersten Mal bei der Ortsranderholung dabei und Jace (8) nimmt bereits zum zweiten Mal teil. Malena (8) war zuvor auch schon einmal auf einer anderen Ferienfreizeit. „Hier macht es mir am meisten Spaß vom Steg aus ins Wasser zu springen“, sagt sie. Und Lena (7) berichtet lachend „Wir sind schon mal Kanu gefahren und haben eine Freundin vergessen. Sie ist dann nebenher gefahren.“ Lust auf noch mehr Wasserspaß haben alle – das Wetter soll ja mitspielen.

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