Rhein-Pfalz Kreis Entlastung in zwei Abschnitten

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Dannstadt-Schauernheim. Die geplante Ortsrandstraße im Osten des Ortsteils Dannstadt, die sogenannte zweite Verkehrsachse, hat erneut die Mitglieder des Dannstadt-Schauernheimer Ortsgemeinderats beschäftigt. Es ging um viele Details, wie die Straßenführung aussehen soll. Diese hat Planer Guido Schäger vom Ingenieurbüro Schmihing den Ratsmitgliedern erläutert. Sie folgten schließlich der Empfehlung des Bauausschusses, das Millionen-Euro-Projekt in zwei Bauabschnitten umzusetzen.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses war man damit einverstanden, dass zunächst in Verlängerung der Riedstraße über ungefähr 850 Meter der erste Abschnitt bis in Höhe der Angelstraße gebaut wird (wir berichteten). Anschließend soll der etwa ein Kilometer lange zweite Abschnitt der Straße bis zum Münchhof errichtet werden, der mit einem Verkehrskreisel an die Landesstraße 454 angebunden werden soll. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich vier bis fünf Jahre dauern, die Kosten für die Kommune rund 6,2 Millionen Euro betragen, schätzt die Gemeindeverwaltung. Der Bau der Erschließungsstraße für die zusätzlichen Flächen im Gewerbegebiet Dannstadt-Ost wird demnach im ersten Teil rund 2,5 Millionen kosten. Darunter fallen neben den Straßenbauarbeiten Retentionsflächen zum Hochwasserschutz sowie das Erkunden des Geländes durch den Kampfmittelräumdienst. Für den zweiten Teil werden 2,8 Millionen Euro fällig. Für den Kreisverkehr sind 756.000 Euro eingeplant. Die Trasse für diese sogenannte zweite Verkehrsachse wird laut Schäfer zwischen 30 Zentimeter und einem Meter über der Umgebung liegen und durchgehend für das Befahren durch Traktorgespanne mit zwei Anhängern ausgelegt. In den Bereichen Angelstraße und Viehbachweg soll die Straße auch Lastzüge aushalten können. Dazu soll die Fahrbahn durchgehend 6,50 Meter breit werden und einen 65 Zentimeter hohen Aufbau erhalten: 32 Zentimeter Frostschutzschicht ganz unten, darüber 15 Zentimeter Schottertragschicht, zehn Zentimeter Tragschicht, vier Zentimeter Binderschicht und vier Zentimeter Deckschicht. Außerdem wird die Kreuzung Riedstraße/Am Bocke so verschwenkt, dass sich dort im Extremfall ein Sattelzug und ein Gelenkbus problemlos begegnen, erläuterte der Planer. Der Verkehrskreisel soll einen Außenradius von 45 Metern besitzen und eine durchgehend sechs Meter breite Fahrbahn. Die Einfahrten für Lkw werden 3,85 Meter breit, die Ausfahrten bis zu 4,50 Meter. Mit der zweiten Verkehrsachse sollen jedoch nicht nur das erweiterte Gewerbegebiet erschlossen und der Schwerlastverkehr aus dem Dorf herausgehalten, sondern auch Lücken für Fahrradfahrer im Wirtschaftswegenetz geschlossen werden. Deshalb wird der Gehweg in manchen Abschnitten mit einem Radweg kombiniert. An kritischen Stellen wie dem Kreisel und der Kreuzung mit der Angelstraße sollen deshalb Querungshilfen entstehen. Gerlinde Braun (SPD) kritisierte im Rat, dass bei dem geplanten Aufbau des Verkehrskreisels einer der Betriebe am Münchhof nicht mehr oder nur sehr schwierig mit einem Lkw angesteuert werden könne. Bei dem jetzt vorgestellten Entwurf handle es sich um einen Kompromiss, der in langwierigen Verhandlungen mit dem Landesbetrieb Mobilität schließlich gefunden wurde, sagte dazu Bauabteilungsleiter Bernd Ziegler von der Gemeindeverwaltung. „Die Alternative wären zwei Kreisverkehre direkt hintereinander gewesen. Das hätten Sie niemand mehr vernünftig begründen können“, erklärte er. Klaus Dissinger (CDU) hob hervor, seiner Fraktion seien zwei Dinge wichtig: dass der landwirtschaftliche Verkehr während der Arbeiten parallel geführt werden kann und dass es eine Wendemöglichkeit gibt für diejenigen, die während der Bauphase in die Angelstraße einbiegen. Beides hielt Schäfer für möglich. Den geplanten Ablauf beschrieb er so: „Wir müssen an der Angelstraße ein Pumpwerk errichten. Zunächst verlegen dann die Kanalbauer und die übrigen Versorgungsträger ihre Leitungen. Die Straßenbauer folgen ihnen dann gewissermaßen.“ Marc Hauck (FDP) erinnerte daran, dass das Projekt schon seit vielen Jahren geplant werde und die vorhandenen Gewerbeflächen erschöpft seien. Deshalb sollten „wir jetzt endlich beginnen“. Das fand auch Ortsbürgermeister Bernd Fey (CDU): „Wenn wir noch länger warten, erhöhen sich die Kosten noch.“

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