Rhein-Pfalz Kreis Einsatz für die Natur belohnt
Volker Schlie von der Ortsgruppe Heidewald des Naturschutzbunds (Nabu) wird den diesjährigen Umweltschutzpreis des Rhein-Pfalz-Kreises erhalten. Das hat Landrat Clemens Körner (CDU) am Montag in der Sitzung des Kreistags mitgeteilt. Der zweite Preis geht an die Projektgruppe Breitenweg Mechtersheim, die Sielmann Naturranger in Bobenheim-Roxheim sind Dritter. Die Preise werden im Lauf des Herbstes übergeben.
Acht Kandidaten hat es in diesem Jahr für den Umweltschutzpreis gegeben. Sie wurden im September von einer Jury aus Parteienvertretern und Fachleuten unter Vorsitz von Landrat Körner unter die Lupe genommen. Am Ende fiel die Wahl für den mit 1500 Euro dotierten ersten Preis auf den Maxdorfer Volker Schlie. Der Mitgründer der Nabu-Gruppe Heidewald war von seiner eigenen Organisation vorgeschlagen worden. Er ist Mitglied im Vorstand und laut den Unterlagen der Jury besonders bei der Umweltbildung in Schulen und Kindergärten engagiert. Außerdem ist Schlie seit Jahrzehnten aktiv im Artenschutz und kümmert sich vor allem um den Steinkauz und um Amphibien. Seit 1991 ist er Landespflegebeauftragter des Rhein-Pfalz-Kreises. Den zweiten Preis (1000 Euro) hat die Jury der Projektgruppe Breitenweg Mechtersheim zugesprochen. Beteiligt sind hier die Kreisgruppe Ludwigshafen des Landesjagdverbands, die Lokale Agenda 21 Römerberg und der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Rhein-Pfalz-Kreis. Die Aktiven kümmern sich um das Anlegen und die Pflege von Erosionsschutzpflanzungen und Obstbaumwiesen am Breitenweg. Mit diesem Gemeindeprojekt sollen Erosion und Schlammlawinen von höhergelegenen Ackerflächen in den Ort verhindert werden. Die Jury lobt unter anderem die „beispielhafte Zusammenarbeit von Jägerschaft, Naturschutz und Kommune“. Außerdem betreiben die Aktiven laut Jury intensiv Öffentlichkeitsarbeit für den Naturschutz. Die Jugendarbeit der Sielmann Naturranger Bobenheim-Roxheim wird mit dem dritten Preis und damit mit 500 Euro bedacht. Die Gruppe organisiert seit zehn Jahren Exkursionen und Arbeitseinsätze für Kinder und Jugendliche, sie betreut 30 Nistkästen und pflegt eine Wildblumenwiese sowie eine Insektenwand. Außerdem pflanzen die jungen Leute Streuobstbäume. Berücksichtigt werden bei der Auswahl der Preisträger unter anderem kontinuierliches Engagement, „nachhaltiges Verfolgen realistischer Ziele“, Qualität und Quantität des Einsatzes sowie die Themenbreite. Nicht infrage kommen beispielsweise Kommunen oder Menschen, die sich beruflich oder zur Gewinnerzielung im Umweltschutz engagieren. Auch wer den Umweltpreis des Landkreises schon einmal erhalten hat, wird nicht mehr berücksichtigt. (umi)