Rhein-Pfalz Kreis „Ein Stück weit überflüssig“

Der Schlossgarten im August nach der Umgestaltung.
Der Schlossgarten im August nach der Umgestaltung.

«Fussgönheim.» Der erst vor zwei Jahren gegründete Förderverein Schlossgarten Fußgönheim wird sich auflösen und seine Arbeit damit einstellen. Das hat die Mitgliederversammlung am vergangenen Dienstag beschlossen.

Den in die Jahre gekommenen und mit der Zeit ungepflegt wirkenden großen Garten hinter dem Hallbergschen Schloss (wieder) in ein grünes Juwel nach barockem Vorbild verwandeln – das hatten sich die Mitglieder des Fördervereins zum Ziel gesetzt (wir berichteten mehrfach). Dazu hatten sie schon Pläne entwickelt und laut der Vorsitzenden Heike Seifert-Leschhorn auch Sponsoren. Der Garten ist inzwischen wieder hergerichtet worden, unter Federführung des Cacilienvereins beziehungsweise der katholischen Kirchengemeinde. Allerdings seien dabei die barocken Vorstellungen nicht umgesetzt worden, oder, wie die Vorsitzende formuliert: „Mit der gewählten Neugestaltung sind der Verein mit seinen Zielen und der Eigentümer des Gartens teilweise auseinandergelaufen.“ Und: „Der Verein ist in dieser Phase ein Stück weit überflüssig geworden.“ Die vier Vorstandsmitglieder hätten daher beschlossen, ihre Ämter aufzugeben, um den Weg für eine Neuausrichtung des Vereins freizumachen. Da der noch junge Verein noch nicht lange gemeinnützig ist und bisher keine nennenswerte Mitgliederwerbung betreiben konnte, weist er nur wenige Mitglieder auf. Kandidaten für einen neuen Vorstand gab es daher nicht und die Versammlung beschloss einstimmig, den Verein aufzulösen, heißt es. Dies sei keine Entscheidung gegen ein weiteres persönliches Engagement für den Fußgönheimer Schlossgarten und keine Kritik, betonten die Mitglieder laut Seifert-Leschhorn. Sie und der stellvertretende Vorsitzende Edmund Klausmann werden den Verein liquidieren. Das Vermögen des Vereins soll nach dem Willen der Mitglieder an die Kirchenstiftung Fußgönheim gehen.

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