Rhein-Pfalz Kreis Ein brauchbarer Vorschlag

Fußgönheim würde gerne den südlichen Bereich der Hauptstraße sanieren – etwa von der Kirche bis zur Schauernheimer Straße.
Fußgönheim würde gerne den südlichen Bereich der Hauptstraße sanieren – etwa von der Kirche bis zur Schauernheimer Straße.

«Fussgönheim.» Da sind sie im Fußgönheimer Rathaus nun einen großen Schritt weitergekommen. Die Ortspolitiker haben sich geeinigt, welche Straßen im Dorf bald saniert werden sollen. Doch es gilt noch einiges zu klären. Und die Zeit drängt – aus einem wichtigen Grund.

Der Ortsbürgermeisterin hat es zulange gedauert. „Wir hatten Schwierigkeiten, einen brauchbaren Vorschlag zu machen“, sagt Marie-Luise Klein (SPD). Ja, so richtig einigen konnten sich die Fußgönheimer Kommunalpolitiker bislang nicht, welche Straßen sie in den kommenden Jahren ausbauen wollen. „Es wäre aber gut, wenn dieser Gemeinderat noch eine Richtung vorgibt“, sagt Klein. Denn die Arbeiten sollen über wiederkehrende Beiträge finanziert werden. Und damit die noch in diesem Jahr von den Bürgern erhoben werden können, müssen bis zum Herbst erste Kosten produziert werden. Doch nun ist ein Durchbruch gelungen. Und neben dem Gehweg, der in der Schulstraße auf beiden Seiten erneuert werden soll, drehen sie in Fußgönheim gleich das größere Rad. Die Hauptstraße soll ausgebaut werden – und zwar zwischen der Schillerstraße und der Schauernheimer Straße. Dieser Bereich schwebte den Kommunalpolitikern zwar schon länger vor, doch ob es umsetzbar ist, war fraglich. Mehr Klarheit brachte ein Ortstermin, bei dem deutlich wurde, dass die Hauptstraße durch nötige Kanalarbeiten doch sehr in Mitleidenschaft gezogen würde. „Die Chance, dass wir die Hauptstraße durchkriegen, sehe ich jetzt als sehr gestiegen an“, sagt Klein. Auch die Fraktionen von SPD, CDU und FWG sind einverstanden, den Ausbau der Hauptstraße voranzutreiben. Doch bevor das Projekt tatsächlich in das nächste Ausbauprogramm aufgenommen wird, gilt es noch einige Fragen zu klären. Allen voran die Frage, ob sich das Land an den Arbeiten beteiligt. Schließlich sei die Hauptstraße, zugleich Landesstraße 455, eine offizielle Umleitung für die Autobahn 61. Ferner solle die Verbandsgemeinde Maxdorf klären, ob die Kanalarbeiten in das entsprechende Programm ab diesem Jahr aufgenommen werden können. Die Verwaltung müsse außerdem die Kosten für den Gehweg, die Entwässerung und die neue Straßenbeleuchtung neu berechnen. Und zuletzt ist laut Klein abzuklären, ob auf die Ortsgemeinde Kosten für den Straßenbau zukommen. Hier sind Abstimmungen mit dem Landesbetrieb Mobilität nötig. „Für die Verwaltung bedeutet das viel Arbeit“, sagt Klein. Den Arbeitsauftrag soll der Ortsgemeinderat in seiner letzten Sitzung erteilen, eine Entscheidung sei allerdings erst in neuer Besetzung nach der Kommunalwahl im Mai zu erwarten. Dennoch: In Fußgönheim waren sie auf der Suche nach einem „brauchbaren Vorschlag“ für das Ausbauprogramm. Den haben sie nun gefunden.

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