Rhein-Pfalz Kreis Eberle: Wir kämpfen für den Sportplatz
Erster Bürgerempfang im neuen Bürgerhaus: Mehr als 250 Menschen haben am Sonntagnachmittag in Dirmstein die Festhalle am Kellergarten gefüllt, um gemeinsam mit der Gemeindespitze das neue Jahr zu begrüßen. Die neue Halle war eines der Hauptthemen im Jahresrückblick von Bürgermeister Bernd Eberle (FWG) und dem ersten Beigeordneten Ulrich Schneider (FWG).
sprach von dem Mehrwert, der durch den Neubau für die Dorfgemeinschaft geschaffen worden sei, und dem Klimaschutzpreis, den die Gemeinde erhalten hat, weil das Gebäude zum großen Teil aus Holz besteht. Er dankte allen, die vor und während der Bauphase sowie an der Eröffnung im September mitgewirkt hatten. Von mehr als 45 Baustellenterminen, etlichen Sitzungen der Arbeitsgruppe Festhalle über die Kosten von rund 3,2 Millionen Euro bis hin zu den bestellten Pollern, die „das inakzeptable Parkverhalten vor der Halle bis fast in den Eingang hinein“ unterbinden sollen, gab Ulrich Schneider einen Überblick über die Entstehungsgeschichte des Gebäudes. Bernd Eberle erinnerte beim Thema Schlossparkklinik an den ersten Besichtigungstermin im Koeth-Wanscheid’schen Schloss vor sechs Jahren, dessen Verkauf 2012, die Grundsteinlegung 2013 und schließlich die Eröffnung der Privatklinik im Sommer vergangenen Jahres. In der von der Katholischen Musikkapelle (KMK) musikalisch gestalteten Feier dankte der Bürgermeister unter anderem der Freiwilligen Feuerwehr und allen, die „mit ihrem Ehrenamt dazu beitrügen, dass Dirmstein noch lebens- und liebenswerter“ werde. Im Ausblick auf das Jahr 2016 äußerte Eberle die Hoffnung, dass je nach Wetterlage die Erschließung des Baugebiets Nachtgärten und damit der Bau des neuen Verbrauchermarkts im Frühjahr beginnen könne. Er informierte darüber, dass die Gemeinde für Anfang Februar einen Termin mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd habe, um über das Zielabweichungsverfahren zu sprechen. Es ist Voraussetzung für die Verlegung des Sportplatzes, die sich in die Länge zieht. „Wir haben alle nicht gedacht, dass das eine so große Hürde darstellt. Aber wir kämpfen dafür, das sagen wir Ihnen zu“, versprach Eberle den Bürgern. Die Gemeindeführung sei sich durchaus im Klaren darüber, dass der TuS Dirmstein ohne einen neuen Sportplatz nicht überlebensfähig sei. Die Renaturierung des Eckbachs von der Laumersheimer Grenze bis zum Soccerpark soll im in diesem Jahr konkrete Formen annehmen, sagte Eberle. Beigeordneter Schneider beschrieb die dazu notwendigen Maßnahmen wie die Vertiefung des Bachbetts, die Umfahrung der Staustufe an der Spormühle und die Möglichkeit der Projektförderung über die Aktion „Blau plus“ des Landesumweltministeriums. Er sprach auch über den Ausbau der Bleichstraße einschließlich der Schaffung von Parkplätzen für Pkw und Busse, eines Gehwegs und Grünflächen. Am 20. Januar soll mit dem Landesbetrieb Mobilität in Speyer das Ergebnis der Verkehrszählung an der Kreuzung Bahnhof-/Obersülzer/Heuchelheimer Straße mit Blick auf eine mögliche Ampelanlage erörtert werden. In seinem Grußwort an die Gemeinde informierte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land, Reinhold Niederhöfer (SPD), dass die VG in diesem Jahr mehr als 75.000 Euro in den Brandschutz der Dirmsteiner Schulturnhalle investieren will, um die Auflagen zu erfüllen. Außerdem sei es das Ziel der Verwaltung, gemeinsam mit dem Landkreis Bad Dürkheim die Breitbandversorgung in der Region – auch in Dirmstein – zu verbessern, sodass in den nächsten zwei Jahren jedem Haushalt Internet-Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit pro Sekunde zur Verfügung gestellt werden könnten. (khö)