Rhein-Pfalz Kreis Eberle erzielt Traumergebnis

Bernd Eberle (FWG) bleibt Bürgermeister von Dirmstein. Mit 63,6 Prozent ist er gestern wiedergewählt worden. „Das ist ein Traumergebnis“, freut sich der 54-Jährige. Stefan Haas (CDU) erhielt 27,9 Prozent der Stimmen. Für Jörg Jokisch (SPD) stimmten 8,6 Prozent der Wähler. Die Wahlbeteiligung lag bei 68,2 Prozent.
„Für den Bernd sieht’s schlecht aus“, witzelt ein Mann kurz vor 20 Uhr, „weitere fünf Jahre Arbeit!“ Noch steht nicht fest, wen die meisten Dirmsteiner als Bürgermeister haben wollen. Die blauen Wahlzettel, die stapelweise auf den Tischen in der Schulturnhalle liegen, werden gezählt und gezählt und gezählt. „Ach, ich gratulier’ dir jetzt schon mal“, sagt ein Beobachter. Bernd Eberle bleibt sachlich: „Es gibt doch noch gar kein Ergebnis!“ Dennoch lässt er sich knuddeln. Um 20.02 Uhr steht dann fest: Eberle ist das neue alte Dorfoberhaupt. 63,6 Prozent der Wähler wollten Eberle. „Bei drei Kandidaten ist das ein Traumergebnis“, freut sich der 54-Jährige. „Mein Ziel war, mit so vielen Stimmen wie möglich in die Stichwahl zu gehen.“ Das hat sich nun erledigt. 2009 musste er mit dem damaligen Bürgermeister Jürgen Schwerdt (CDU) in die Stichwahl gehen. Mit 58,9 Prozent hatte er sich damals schließlich durchgesetzt. Dass es dieses Mal gleich in der ersten Runde geklappt hat, das führt Eberle zum einen auf seinen Bekanntheitsgrad im Ort zurück, zum anderen auf seine Arbeit der vergangenen fünf Jahre. „Mehr ging nicht“, blickt der Obstbau- und Winzermeister zurück. Gefeiert wird jedoch nicht. „Heute Abend müssen wir noch weiter auszählen …“ Stefan Haas, Bürgermeisterkandidat der CDU, geht es angesichts seiner erzielten 27,9 Prozent „gut“. „Es war klar, dass es schwer wird“, gibt der 48-Jährige zu bedenken, „der amtierende Bürgermeister ist eben sehr beliebt.“ Da sei seine Erwartung nicht so hoch gewesen. Dennoch habe er bis zuletzt gehofft, dass es zu einer Stichwahl komme. Er mache sich keinen Vorwurf. „Ich habe Werbung gemacht, wo es ging“, berichtet der kaufmännische Angestellte. Ob er es in fünf Jahren noch einmal probieren wird? „Das kann ich jetzt noch nicht sagen.“ SPD-Kandidat Jörg Jokisch, der bereits zum dritten Mal Bürgermeister werden wollte, freut sich für Eberle. „Ich bin sehr glücklich, dass er es gleich in der ersten Runde geworden ist“, sagt der 46-Jährige. „Er hat sein Amt gut gemacht.“ Von vornherein habe er gesagt, dass er nicht gegen Eberle, sondern neben ihm kandidiere. „Aber mein Ergebnis könnte besser sein“, sagt Jokisch mit Blick auf die erreichten 8,6 Prozent. 2009 waren es noch 16,5 Prozent. Er sei nun gespannt auf den Ausgang der Gemeinderatswahl. Vielleicht, so hofft der Justizvollzugsbeamte, schneiden die Sozialdemokraten da besser ab. (kjp)