Speyerer Umland RHEINPFALZ Plus Artikel Drogen, Diebstahl, Betrug: Kriminalitätsentwicklung in den Dörfern

Die Kriminalitätsstatistik der Polizei für das Speyerer Umland ergibt ein uneinheitliches Bild.
Die Kriminalitätsstatistik der Polizei für das Speyerer Umland ergibt ein uneinheitliches Bild.

Einen eindeutigen Trend, was die Kriminalitätsentwicklung angeht, gibt es nicht im Speyerer Umland. Die Zahlen der Kriminalstatistik 2020 der Speyerer Polizei haben sich in den Dörfern in teils unterschiedliche Richtungen entwickelt.

In Dudenhofen ist die Fallzahl im Vergleich zu 2019 von 144 auf 188 gestiegen. Die Aufklärungsquote (AQ) beträgt 56,9 Prozent. Die Zunahme sei vor allem auf Drogendelikten zurückzuführen, erklärt die Polizei. In der ersten Jahreshälfte habe es zudem vermehrt Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen gegeben. Ebenfalls nach oben zeigt der Pfeil in Harthausen (2019: 134, 2020: 180, AQ 59,4) und in Otterstadt (2019: 90, 2020: 104, AQ: 56,7).

Für die Entwicklung in Harthausen hat die Polizei zwei Erklärungsansätze: Im Herbst hat es eine Serie von Diebstählen gegeben, bei der der Täter Wertgegenstände aus meist unverschlossenen abgestellten Autos mitgehen ließ. „Zudem ist in Harthausen eine Firma ansässig, welche regelmäßig wegen Betrugs aufgrund angeblich ungerechtfertigter Zahlungsaufforderungen beanzeigt wurde“, berichtet die Polizei. „Im Rahmen der Ermittlungen konnten jedoch die meisten dieser Anzeigen als ungerechtfertigt bewertet werden.“

In die Statistik fließen diese Anzeigen trotzdem ein, denn die Polizei erfasst darin alle Fälle, die sie bearbeitet und irgendwann an die Staatsanwaltschaft abgibt. Ob nach deren Beurteilung letztlich eine Straftat auch tatsächlich stattgefunden hat oder nicht, spielt für die Statistik keine Rolle.

Gesunken sind die Fallzahlen in Hanhofen (2019: 83, 2020: 67, AQ: 77,6) und Römerberg (2019: 308, 2020: 278, AQ: 60,4). In Römerberg habe es vor allem im Bereich Einbrüche und Sachbeschädigungen für die Polizei weniger zu tun gegeben.

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