Rhein-Pfalz Kreis Drei Wehrleute bei Brand leicht verletzt

Auf dem Gelände wurden Geräte gelagert. Ein Schaden von etwa 80.000 Euro ist bei dem Brand entstanden.
Auf dem Gelände wurden Geräte gelagert. Ein Schaden von etwa 80.000 Euro ist bei dem Brand entstanden.

Zu einem großen Brand musste die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim am Mittwoch gegen 2.20 Uhr ausrücken. Eine Lagerstätte im Norden Beindersheims bei der Grillhütte hat aus ungeklärter Ursache Feuer gefangen und ist komplett abgebrannt.

Zwei Feuerwehrleute sind wegen des Verdachts auf leichte Rauchvergiftung untersucht worden. Zwar waren die Einsatzkräfte an vorderster Front mit Atemschutz ausgestattet. Die Kollegen, die im eigentlich sicheren Bereich tätig waren, verzichteten auf die schwere Ausrüstung. „Als sich der Wind drehte, haben sie Rauch abbekommen, nur einige Atemzüge“, erklärt der Sprecher der VG-Feuerwehr Thomas Bader auf Nachfrage. Ein Kollege hat sich während des Einsatzes außerdem die Hand in einer Fahrzeugtür eingequetscht. „Alle drei konnten jedoch bereits kurz nach Einsatzende wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden“, berichtet Bader in seiner Pressemitteilung. Anwohner hatten die Rettungskräfte gegen 2.20 Uhr alarmiert. Weil das Gelände im Außenbereich liegt, dauerte es, bis das Feuer bemerkt wurde, sodass der scheunenähnliche Unterstand bereits lichterloh brannte. „Als ich aus dem Kreisel rausfuhr, sah ich schon den hellroten Lichtschein am Himmel“, erzählt Bader. Die 56 Feuerwehrleute mussten zunächst für Löschwasser sorgen und es aus der Grillhütte und aus dem Ort über eine längere Wegstrecke herpumpen. Mit acht Rohren wurde der Brand von verschiedenen Seiten und unter Atemschutz bekämpft, berichtet Bader. Einige Geräte – darunter Anhänger – waren auf dem gemeindeeigenen Gelände abgestellt, wie der Ortsbürgermeister Thomas Wey (CDU) auf Nachfrage berichtet. Vor allem aber wurden dort Heckenschnitt, Holzhäcksel und Baumaterialien gelagert. Mit dem Bagger des Bauhofs musste dieses Material auseinandergezogen und danach abgelöscht werden. Die Deckenkonstruktion wurde eingerissen, damit die Wehrleute gefahrlos arbeiten konnten. Gegen 6.15 Uhr war der Brand gelöscht. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis 7 Uhr hin. Der Schaden auf dem Gelände, das die Gemeinde als Außenstelle ihres Bauhofs nutzt, wird laut Staatsanwaltschaft Frankenthal und Polizeipräsidium Rheinpfalz auf 80.000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Brandursache festzustellen.

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