Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Dirmstein: So lief der Neujahrsempfang 2020

VG-Bürgermeister Frank Rüttger (Dritter von links) sprach Grußworte beim Neujahrsempfang in der Festhalle und sicherte Ortschef
VG-Bürgermeister Frank Rüttger (Dritter von links) sprach Grußworte beim Neujahrsempfang in der Festhalle und sicherte Ortschef Bernd Eberle (rechts) seine Unterstützung zu. Foto: BOLTE

Ein aufregendes Jahr für die Dirmsteiner Büger hat Ortschef Bernd Eberle (FWG) am Sonntag beim Neujahrsempfang in der Festhalle am Kellergarten Revue passieren lassen: Kommunalwahlen, Doppelhaushalt, ein neuer Supermarkt. Auch das Feuer, das in der Woche vor der Kerwe in einem Einfamilienhaus wütete, rief er in Erinnerung – weil ihn das anschließende Engagement der Dirmsteiner beim Standaufbau der Feuerwehr nachhaltig beeindruckt hatte.

„Es ist unglaublich, was da geleistet wurde“, zeigte sich Ortsbürgermeister Bernd Eberle beim Neujahrsempfang am Sonntag beeindruckt von dem ehrenamtlichen Engagement der Dirmsteiner. Auch der Erste Beigeordnete Hans Scherer (CDU) schloss sich dem in seiner Rede an. Beide waren sich einig: Man könne in vielerlei Hinsicht stolz auf das eigene Dorf und seine Bürger sein.

Deren Anzahl nämlich erhöhe sich kontinuierlich, verkündete Ortschef Eberle, der traditionell zu Beginn des neuen Jahrs eine aktuelle Statistik zitiert. Demnach sei die Gemeinde im vergangenen Jahr von 3021 auf 3061 Einwohner mit Hauptwohnsitz in Dirmstein gewachsen. Zähle man die Bürger hinzu, die in Dirmstein ihren Nebenwohnsitz gemeldet hätten, komme man sogar auf 3200 Einwohner. „Hier machen sich der Erstbezug weiterer Wohnhäuser im Neubaugebiet Nachtgärten sowie der Wohnungen in der Laumersheimer Straße bemerkbar“, meinte Eberle. Auch in die Altersstruktur gab er Einblicke: Derzeit lebten 240 Kinder unter neun Jahren und 30 Personen über 90 Jahre in Dirmstein.

Kaum Einsparmöglichkeiten für Gemeinde

Beim Thema Haushalt stellte sich Eberle gegen die Forderung der Kommunalaufsicht, sogenannte freiwillige Leistungen einzusparen. Die Kinder- und Jugendförderung in den Vereinen sowie der Seniorenausflug sollen beibehalten werden – auch wenn der Gemeinderat sonst wenige Möglichkeiten habe, größere Geldbeträge einzusparen.

Mit Blick auf das neue Jahr nannte Bernd Eberle einige Baustellen, die die Gemeinde nun angehen müsse, etwa den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen Laumersheimer Straße und Dirmstein Ost oder den Ausbau der Bleichstraße. Die Renaturierung des Eckbachs, die Umgestaltung des Spielplatzes am dicken Baum sowie der Hochwasserschutz stünden ebenfalls auf der Agenda.

Eberle wirbt für Glasfaserprojekt

Eine Lanze für den Ausbau von schnellem Internet durch die Firma Deutsche Glasfaser brach der Bürgermeister ebenfalls noch mal beim Neujahrsempfang, den sowohl der Musikverein KMK als auch der Liederkranz musikalisch hervorragend untermalten.

Im Frühjahr werde das Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen erste Informationsveranstaltungen abhalten. Bürger, die einen schnelleren Internetanschluss haben wollten, sollten sich das Angebot anhören. „Ich bin sicher, dass es für die nächsten drei bis fünf Jahre das letzte sein wird“, sagte Eberle mit Blick auf die momentan mangelnde digitale Infrastruktur im Ort und den Wunsch, weiterhin für Bürger und Gewerbe attraktiv zu bleiben.

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