Leute im Landkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Dieter Grau verabschiedet sich von der politischen Bühne

Zieht mit seiner Frau nach Bad Dürkheim: Dieter Grau.
Zieht mit seiner Frau nach Bad Dürkheim: Dieter Grau.

Dieter Grau war Zweiter Beigeordneter der Verbandsgemeinde Maxdorf. Jetzt hat er sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgegeben. Über Jahrzehnte war er ein engagierter Kommunalpolitiker, der viel bewegt hat. Die Familie soll nun im Vordergrund stehen.

Die sozialdemokratische Prägung hat er von seinem Elternhaus mitbekommen. Geboren am 30. Juli 1941 ist er die ersten Jahre im westpfälzischen Welchweiler, im Landkreis Kusel, aufgewachsen. Dann zogen seine Eltern mit ihm nach Altenglan. „Dort lag die SPD bei 60 oder 65 Prozent, das gab es damals noch“, erinnert er sich schmunzelnd. Sein Vater, ein Beamter, war schon in der SPD und kommunalpolitisch aktiv. Grau ging dann in Kaiserslautern aufs Gymnasium und machte 1960 Abitur.

Nach der Bundeswehr in Idar-Oberstein machte er eine Ausbildung zum Technischen Betriebswirt und arbeitete dann bei der Landesbausparkasse in Ludwigshafen. Dort war er 36 Jahre lang Bezirksdirektor des Vertriebs und betreute mit fachlichem Rat Außendienstmitarbeiter und Sparkassenfilialen. Auch im Berufsverband der Versicherungskaufleute engagierte er sich und wurde dafür mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. In Ludwigshafen angekommen, wurde er aktives Mitglieder der Jungsozialisten. „Ich habe einige Seminare bei denen gemacht, Dozent war oft der damalige Oberbürgermeister Werner Ludwig“, erinnert er sich.

Hausbau 1980

1980 baute er für seine Familie ein Haus in Fußgönheim. Die dortigen Genossen freuten sich über den Neuzugang und ermunterten ihn zum Engagement in der Ortspolitik. Grau wurde bald Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und hatte das Amt sechs Jahre lang inne. 1986 wurde er in den Rat der Verbandsgemeinde Maxdorf gewählt, 1988 in den Ortsgemeinderat Fußgönheim. Unter seiner Führung erreichte die SPD 1989 im Ortsgemeinderat die absolute Mehrheit.

Die Verbesserung der Infrastruktur von Orts- und Verbandsgemeinde sei sein wichtigstes Anliegen gewesen, sagt er. Bedeutende Projekte seien der Kindergarten und die Schulerweiterung in Fußgönheim gewesen.

Geschäftsbereich Bauwesen

Zum Zweiten Beigeordneten der Verbandsgemeinde wurde Grau durch die Kooperation von SPD und CDU im Verbandsgemeinderat. Graus Geschäftsbereich wurde das Bauwesen. Ein besonders wichtiges Vorhaben war das zentrale Feuerwehrhaus.Noch in Arbeit sei das Projekt Rathaus, bei dem über Sanierung oder Neubau noch nicht entschieden sei. In seine Zuständigkeit fiel auch das Kanalsystem, das schon verbessert wurde, an dem aber noch Weiteres zu leisten sei.

Bei der Verabschiedung im Verbandsgemeinderat dankte Bürgermeister Paul Poje (CDU) Grau im Namen von Gemeinde und Verwaltung für sein langjährigen Engagement. Grau dankte seinen Mitarbeitern der Bauabteilung und dem ganzen Team der Gemeindeverwaltung. „Das Personal im ganzen Haus ist das größte Kapital, das man haben kann“, sagte er. Besonders freut er sich über einen Bildband mit vielen Erinnerungsfotos aus seiner langjährigen Ratstätigkeit, den seine Mitarbeiterinnen für ihn gemacht haben.

Auch den Fraktionen dankte er für die gute Zusammenarbeit und die regelmäßigen gemeinsamen Gespräche. Grau zitierte den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker mit den Worten „Kommunalpolitik ist die höchste Schule der Politik“. Grau verabschiedet sich auch aus dem Ort Fußgönheim. Er zieht nach Bad Dürkheim, will aber den Kontakt zur alten Heimat aufrecht erhalten. Grau ist verheiratet, hat zwei Kinder und fünf Enkel, für die er jetzt etwas mehr Zeit haben wird.

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