Rhein-Pfalz Kreis Die Rückkehr des Feurigen Elias
«Dannstadt-Schauernheim.»Der Verkehrskreisel bei Aldi in Dannstadt ist zur 1250-Jahr-Feier bereits verschönert worden. Krönen soll die Anlage möglichst noch dieses Jahr ein Modell der früheren Lokalbahn Feuriger Elias. Die Idee stammt von einem Bürger. Der Bauausschuss findet sie gut. Nun soll der Landesbetrieb Mobilität (LBM) um Erlaubnis gebeten werden.
Die im Volksmund auch „Aldi-Kreisel“ genannte Anlage auf der Landesstraße 530 am Ortseingang aus Mutterstadt kommend, befand sich lange in einem eher unansehnlichen Zustand. Das änderte der Bauhof vor einigen Wochen passend zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten. Eine zusätzliche Zierde könnte nun das Bahnmodell des Feurigen Elias’ werden. Da der Verkehrskreisel groß und relativ flach ist, soll dieser Nachbau einfach oben drauf gestellt werden. Das schlägt der Dannstadt-Schauernheimer Klaus Kremer vor. Der Einfall sei ihm nicht erst zum Dorfjubiläum gekommen, sondern beschäftige ihn schon, seit er 2010 für den Umzug des Karnevalvereins „Die Daschauer“ den Feurigen Elias nachgebaut habe. „Das Ganze ist also schon länger in Planung“, bekräftigt er. Lediglich die Lokomotive mit einem Waggon würde auf dem großen Kreisel irgendwie verloren wirken, findet Kremer: „Das sähe aus wie gewollt und nicht gekonnt.“ Deshalb regt er zwei Waggons an. Damit wäre das „ungefähr maßstabsgetreue“ Modell insgesamt etwas mehr als acht Meter lang. Es anzufertigen, würde ihm zufolge circa 10.000 Euro kosten. Diesen Betrag möchte Kremer mit Spenden finanzieren. Die Resonanz auf erste Anfragen bei Betrieben sei sehr groß gewesen, sagt er. Die Firma Listing aus Hochdorf-Assenheim habe sich bereit erklärt, das Modell aus Stahl anzufertigen. Jedes Teil würde dann rund eine Tonne wiegen. Da am Ende also ein Gewicht von drei Tonnen auf dem Kreisel ruhen würde, müsse selbstredend die Statik geprüft werden. Das würde ein ortsansässiger Architekt übernehmen. „Die Gemeinde müsste einen Weg finden, den Feurigen Elias aufzustellen. Außerdem müsste sie Spendenquittungen ausstellen“, beschreibt Kremer Aufgaben, die bei der Kommune verbleiben würden. Büroleiter Markus Lehmann weist daraufhin, dass sämtliche Spenden an die Ortsgemeinde gehen müssen. Dann obliege es dem Rat, diese anzunehmen. Tue er das, könne das Geld schließlich an die Firma Listing überwiesen werden. „Zudem müssen wir alle Kosten kennen, die nicht über Spenden abgedeckt wären und die die Gemeinde übernehmen müsste. Dafür müssten wir nämlich die Einzelkreditgenehmigung bei der Kommunalaufsicht beantragen“, sagt er. SPD-Fraktionschef Uwe Schölles ist der Sicherheitsaspekt wichtig. Das Modell müsse ordentlich befestigt und auch gegen Diebstahl geschützt werden. Daran hat Kremer bereits gedacht: Ihm schwebt ein 20 Zentimeter dickes Fundament vor, auf dem er Originalschienen festschweißen möchte, auf denen der Feurige Elias stehen soll – der an den Rädern ebenfalls verschweißt wird. „Ich finde das ganz gelungen“, kommentiert Ortsbürgermeister Bernd Fey (CDU) den Vorschlag. Bleibe die erforderliche Zustimmung des LBM. In einem Vorgespräch mit der Behörde habe diese zumindest schon mal keine Einwände gegen die Lok samt einem Waggon gehabt. Ob sie auch mit zwei Waggons einverstanden wäre, werde er bei einem Gespräch mit LBM-Leiter Kurt Ertel am 1. August klären. Die Ausschussmitglieder jedenfalls unterstützen das Vorhaben mit einem einstimmigen Votum. „Mir ist nur wichtig, dass alles noch im Jubiläumsjahr klappt“, erklärt Kremer.