Rhein-Pfalz Kreis Die Planung soll weitergehen

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Dannstadt-Schauernheim. Statt über die Dannstadter Hauptstraße sollen Lkws und Traktoren in Zukunft über eine Alternativstrecke am Ortsrand rollen (wir berichteten mehrfach). Wie die Trasse für diese zweite Verkehrsachse nach aktuellem Stand der Planungen verlaufen soll, darüber hat sich der Dannstadt-Schauernheimer Bauausschuss informiert. Dem Ortsgemeinderat hat das Gremium empfohlen, die Verwaltung weiter an den Plänen für die Achse arbeiten zu lassen.

Neben der Entlastung der Hauptstraße kommt der zweiten Verkehrsachse noch eine weitere wichtige Funktion zu: Sie dient zur Erschließung der Flächen, mit denen das Gewerbegebiet Dannstadt-Ost erweitert werden soll. Die Planungen für das Vorhaben laufen schon seit dem Jahr 2004. Inzwischen sind auch die Anregungen der Versorgungsträger eingearbeitet. Dazu gehören zum Beispiel Telekommunikationsanbieter sowie Strom- und Gasversorger, deren Leitungen in dem Gebiet liegen. Nach dem jetzigen Stand soll die insgesamt etwa 1,8 Kilometer lange Trasse in zwei Abschnitten gebaut werden. Das werde voraussichtlich vier bis fünf Jahre dauern, schätzt Bernd Ziegler, der Bauabteilungsleiter der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim. Kosten wird das Projekt voraussichtlich sieben bis acht Millionen Euro. Der Anteil der Ortsgemeinde daran beträgt rund 5,5 Millionen Euro. Die Differenz ergibt sich aus den erforderlichen Kanalbauarbeiten – die muss jedoch der Abwasserbetrieb der Verbandsgemeinde finanzieren. Um die nötigen Investitionen stemmen zu können, wird die Ortsgemeinde Kredite aufnehmen. Die wiederum müssen von der Kommunalaufsicht in Ludwigshafen genehmigt werden. Die zweite Verkehrsachse verläuft auf folgender Strecke: Der erste Abschnitt erstreckt sich den Plänen zufolge über circa 850 Meter von der Riedstraße bis knapp hinter die Angelstraße. Dabei sollen die Kurven im Anschlussbereich Riedstraße/Am Bocke laut Ziegler entschärft werden. Momentan seien die nämlich noch rechtwinklig – und damit für Lkw- beziehungsweise Traktorgespanne eher problematisch. Am Standort der Firma Vielhauer vorbei soll die Trasse zunächst dem vorhandenen Wirtschaftsweg folgen und noch vor dem Sportplatz in der Angelstraße nach Osten schwenken. Die Strecke führt auf die Weise um einen ehemaligen landwirtschaftlichen Betrieb herum und quert die Angelstraße. Im zweiten Bauabschnitt verläuft die Trasse über ungefähr einen Kilometer parallel zum Wirtschaftsweg Mittlerer Wiesengraben in Richtung Süden – die ersten Meter östlich des Wegs an einem weiteren ehemaligen Landwirtschaftsbetrieb vorbei, später dann westlich. Vor einem Teich beschreibt die vorgesehene Strecke im Süden eine Kurve nach Westen, kreuzt den Weg Auf der oberen Weide und führt schließlich am Reitplatz des Pferdesportvereins vorbei zum Münchhof am Ortsausgang Richtung Schifferstadt. Bürgermeister Stefan Veth und Ortsbürgermeister Bernd Fey (beide CDU) haben sich zwischenzeitlich mit einem letzten Schreiben an die Landesregierung gewandt, um diese doch noch umzustimmen und zu einem Zuschuss zu bewegen. Denn davon hatten die zuständigen Mainzer Ministerien zuletzt Abstand genommen, da der Landesrechnungshof die nach langwierigen Verhandlungen in Aussicht gestellten 880.000 Euro als unnötig eingestuft hatte. Zur Erinnerung: Die frühere SPD-Landesregierung hatte der Gemeinde versprochen, die Hälfte der Kosten zu bezuschussen – allerdings nie schriftlich. Später sank die Förderbereitschaft schrittweise auf null. Damit nicht noch mehr Zeit verloren geht – die rechtlichen Grundlagen für den Beginn der Bauarbeiten sind immerhin schon seit vergangenem Jahr erfüllt –, hat der Ausschuss dem Ortsgemeinderat empfohlen, die Verwaltung auf Grundlage der jetzt vorgestellten Trassen-Planung weiterarbeiten zu lassen. Die nächste Ratssitzung ist für den 13. Dezember geplant.

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