Rhein-Pfalz Kreis Die letzte Ruhe wird teurer

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Dannstadt-Schauernheim. Umsonst ist der Tod, heißt es. Dabei kann der Volksmund nicht an die Hinterbliebenen gedacht haben, die für die Bestattung aufkommen müssen. In Dannstadt-Schauernheim müssen sie künftig mehr bezahlen. Der Gemeinderat hat die Friedhofsgebühren deutlich angehoben – um etwa 30 Prozent.

Jens Naumann von der CDU-Fraktion benutzte in der jüngsten Sitzung des Dannstadt-Schauernheimer Gemeinderats das Wörtchen „leider“. 2011 hatte der Rat die regelmäßig zu überprüfenden Friedhofsgebühren unverändert übernommen. „Leider ist es nun nicht mehr zu umgehen, sie zu erhöhen“, sagte er. Als Grund nannte Naumann gestiegene Kosten. Weil Personal und Energie teurer wurden, müsse ab 2016 auch das Beerdigen preislich anziehen. Die Gebühren für die letzte Ruhestätte sind dabei gestaffelt. Die günstigste Variante der Erdbestattung sind Reihengräber. Sie werden der Reihe nach belegt, die Angehörigen haben bei der Lage auf dem Friedhof kein Mitspracherecht und sie können die Laufzeit des Grabes nach den festgeschriebenen 25 Jahre Ruhezeit nicht verlängern. Bislang kostete das 625 Euro, jetzt liegt die Gebühr bei 800 Euro. Das sind 28 Prozent mehr. Möchten die Hinterblieben selbst entscheiden, wo der Verstorbene auf dem Friedhof bestattet wird, kostete es bisher 675 Euro für ein Einzelgrab, ab dem nächsten Jahr 800 Euro (18 Prozent mehr). Die Gebühr für ein Doppelgrab erhöht sich von 1175 Euro auf 1500 Euro, was einem Plus von etwa 28 Prozent entspricht. Hier können die Angehörigen die Gräber auch über die 25 Jahre hinweg nutzen. In Dannstadt-Schauernheim gibt es auch die Möglichkeit, ein Rasengrab zu wählen. Bei diesen Flächen ist das Einfassen des Grabes nicht erlaubt, es ist nur mit Gras bedeckt. Außerdem ist es nicht gestattet, Blumenvasen oder Grablichter aufzustellen. Für diese Art der Ruhestätte wird zudem ein Unterhaltungsaufschlag fällig – der Rasen muss schließlich gemäht werden. In Dannstadt-Schauernheim ist das Rasengrab so etwas wie die Luxus-Kategorie. Eine Einzelstätte schlägt mit 2225 Euro zu Buche (bisher 1675 Euro, plus 33 Prozent). Ein Doppelgrab kostete seither 2175 Euro, fortan aber 3000 Euro. Das sind knapp 38 Prozent mehr. Urnenbestattungen liegen im Trend – auch weil sie günstiger sind. Hier hat der Rat ebenfalls die Gebühren angepasst, für ein Zwei-Urnen-Grab von 175 auf 250 Euro. Sollen vier Urnen Platz finden, kostet es ab kommendem Jahr 500 statt 350 Euro. Das sind jeweils 42 Prozent mehr. Auch Leistungen rund um eine Beerdigung wie die Nutzung der Leichenhalle werden teurer – auf den Friedhöfen in beiden Ortsteilen. „Die Erhöhungen liegen weit unter einer Kostendeckung“, sagte Marc Hauck von der SPD-FWG-Gemeinschaftsfraktion in der Ratssitzung. Er stellte klar: „Die Gemeinde verdient mit dem Friedhof kein Geld. Sie macht keinen Profit.“ CDU-Mann Jens Naumann sagte, der Haupt- und Finanzausschuss habe jede Position sorgfältig durchgearbeitet. Die Entscheidung, die letzte Ruhe in Dannstadt-Schauernheim teurer zu machen, fiel dem Rat offenbar nicht leicht. Letztlich war der Beschluss aber einstimmig.

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