Rhein-Pfalz Kreis Die Eine-Million-Euro-Lösung

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Dannstadt-Schauernheim. Allen Um- und Ausbauten in den kommunalen und konfessionellen Kindergärten in den vergangenen Jahren zum Trotz braucht Dannstadt-Schauernheim noch mehr Kita-Plätze. Die sollen abermals in der Kurpfalzschule im Ortsteil Dannstadt für knapp eine Million Euro geschaffen werden. Dafür hat der Gemeinderat in der Sitzung am Dienstag eine von zwei Varianten ausgewählt.

Der von Architekt Michael Klee vorgestellte Entwurf sieht einen Neubau über der vorhandenen Toilettenanlage zwischen den Umkleidekabinen beziehungsweise der Gymnastikhalle und dem ehemaligen Hauptschulgebäude vor. Der Neubau soll demnach auf Höhe des ersten Obergeschosses entstehen, damit sämtliche Gruppen- und Funktionsräume auf einer Ebene liegen. Im ersten Obergeschoss ist schon, sozusagen als Außenstelle der kommunalen Kita Regenbogen, eine Gruppe untergebracht, die Räume für eine zweite Gruppe werden gerade hergerichtet. Aufgrund der aktuellen Bedarfszahlen von der Kreisverwaltung müssen allerdings zwei zusätzliche Gruppen für je 25 Kinder geschaffen werden. Mit den Gruppenräumen allein ist es aber nicht getan. Denn es müssen außerdem für jede Gruppe ein Ruheraum, ein WC- und Waschraum sowie ein Bewegungsraum eingerichtet werden. Daneben sind eine Küche, ein Personal-WC, ein Raum für die Spiel- und Turngeräte sowie ein Lagerraum erforderlich. Der Spielflur oder Bewegungsraum für die beiden neuen Gruppen werde durch einen zentralen Mehrzweckraum ersetzt. Die Kosten für das Vorhaben schätzt Klee auf 950.000 Euro. Die Alternative hätte zwar 100.000 Euro weniger gekostet, aber mehrere gravierende Nachteile aufgewiesen. Vor allem wären dabei die Räume für die dritte und vierte Gruppe zusätzlich zu denen für die erste und zweite Gruppe im ersten Obergeschoss des alten Hauptschultrakts untergebracht worden, hätten den Jungen und Mädchen aber weniger Platz geboten als die Räumlichkeiten für die beiden anderen Gruppen. Die übrigen Räume hätten im Erdgeschoss und im zweiten Obergeschoss eingerichtet werden müssen. Diese Lösung hielten auch Landes- und Kreisjugendamt für eindeutig schlechter. Zumal mehr Personal für die Aufsicht nötig gewesen wäre als bei der kompakten ersten Variante – verbunden mit mehr Personalkosten. Darüber hinaus hätte sie mit 617 Quadratmetern mehr Nutzfläche beansprucht als der Neubau mit 456 Quadratmetern. Für den Neubau über der Toilettenanlage spricht laut Gerhard Schaa von der Gemeindeverwaltung zudem, dass fünf Räume mehr frei bleiben für eventuell weiteren Bedarf in der Zukunft. „Denn irgendwann werden all die Kita-Kinder ja auch eingeschult. Diese Bugwelle rollt auf die Grundschule zu“, ergänzte Ortsbürgermeister Bernd Fey (CDU). Die Neubau-Lösung bevorzugte auch Marc Hauck (FDP). Sie eröffne der Kommune die besseren Zukunftsperspektiven. „Wenn wir jetzt nicht die teurere Variante wählen, müssen wir später mehr bezahlen, und zwar richtig viel“, gab er zu bedenken. Diesen Einschätzungen schlossen sich die übrigen Ratsmitglieder an und votierten einstimmig dafür, die neuen Gruppen über der Toilettenanlage zu errichten. Außerdem sollen der Bauantrag gestellt und Zuschüsse beantragt werden. Dazu erklärte Gerhard Schaa, das Land zahle derzeit je Gruppe 125.000 Euro – zumindest bis 2018. In welchem Umfang sich der Rhein-Pfalz-Kreis an den Kosten für die Kitaräume beteiligen werde, sei noch offen. |mamü

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