Rhein-Pfalz Kreis Der Pfalzmarktweg wird teurer
Maxdorf. Die Kosten für den Bau des Pfalzmarktwegs werden höher ausfallen als geplant. Dementsprechend steigt auch der Anteil der Verbandsgemeinde Maxdorf. Sie muss statt 50.000 voraussichtlich 79.300 Euro zahlen. Gemäß eines Beschlusses des Verbandsgemeinderats soll das Geld im Haushalt 2016 bereitgestellt werden.
Der Pfalzmarktweg ist als direkte Verbindung zwischen dem namensgebenden Pfalzmarkt in Mutterstadt und dem Gemüsegroßmarkt in Maxdorf gedacht. Ziel der Planer ist es, anliegende Kommunen vom Warenverkehr zwischen den beiden Märkten zu entlasten. Ursprünglich waren für den Bau des Weges 2,6 Millionen Euro veranschlagt. Vor allem aufgrund von Verzögerungen gehen die Verantwortlichen jedoch mittlerweile von rund vier Millionen Euro aus. 55 Prozent davon schießt das Land zu – nach gegenwärtigem Stand also 2,2 Millionen Euro. Den Rest zahlen je zur Hälfte die Stadt Ludwigshafen und der Rhein-Pfalz-Kreis. Der Anteil des Landkreises und seiner Gemeinden beträgt 900.000 Euro. Dazu kommen laut Maxdorfer Verwaltung noch einmal 210.000 Euro für den Erwerb von Grundstücken, die nicht bezuschusst werden – sodass es um einen Gesamtbetrag von 1,11 Millionen Euro geht. Eine Hälfte davon übernimmt der Rhein-Pfalz-Kreis, die andere teilen die Verbandsgemeinde Maxdorf sowie die Ortsgemeinden Maxdorf und Fußgönheim anteilig unter sich auf. Ein Siebtel der 555.000 Euro trägt die Verbandsgemeinde. Bei den ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten von 2,6 Millionen Euro waren das 50.000 Euro, bei der aktuellen Kalkulation mit vier Millionen Euro sind es 79.300 Euro. Der Anhebung um 29.300 Euro hat der Verbandsgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Zuvor hatte der Ortsgemeinderat Maxdorf der Kostensteigerung bereits seinen Segen erteilt. In Fußgönheim steht der Beschluss noch aus. Michael Schimbeno (FDP) kritisierte in der Ratssitzung, dass die Verbandsgemeinde die Verzögerungen bei den Bauarbeiten nicht zu verantworten habe und regte eine Kostendeckelung an. Sonst müsse sich die Kommune im Falle weiterer Verschiebungen erneut an Kostensteigerungen beteiligen. „Die Frage ist, wie lange wir dieses Spielchen mitmachen wollen“, sagte er. „Als Spielchen würde ich das nicht bezeichnen“, erwiderte Bürgermeisterin Marie-Luise Klein (SPD). Bei der Umsetzung des Projekts hätten sich eben einige Kostenfaktoren ergeben, die bei der Planung nicht vorhergesehen wurden. Als Stichwort nannte sie den Kampfmittelräumdienst und die Verlegung der Trasse für den Pfalzmarktweg. „Andererseits ist beim ersten Bauabschnitt, der gerade verwirklicht wird, das Ergebnis der Ausschreibung wesentlich günstiger gewesen als erwartet“, gab sie zu bedenken. Zudem befinde sich inzwischen vor den Toren Maxdorfs mit Kartoffel-Kuhn ein weiterer Großbetrieb, der Lieferverkehr verursachen werde. „Wenn wir davon etwas über den Pfalzmarktweg abfangen können, ist für die Bevölkerung schon viel erreicht“, sagte sie. Dieter Grau (SPD) führte die Verteuerung darauf zurück, dass die Trasse nun sieben statt vier Meter breit gebaut werde. Diese Verbreiterung bringe zugleich eine ganz andere Qualität des Weges. „Wir müssen nachlegen, da wir ein starkes Interesse haben, diesen Weg zu bekommen“, erklärte er. Der Maxdorfer Ortsbürgermeister Werner Baumann (CDU) sagte, heutige Traktoren seien größer, schwerer und oft länger. Deshalb habe der Weg verbreitert und mit entsprechenden Kurvenradien versehen werden müssen. Nicht zuletzt hätten die Kommunen das Vorhaben alleine nicht finanzieren können.