Rhein-Pfalz Kreis „Der Apfelsaft ist viel gesünder als der vom Supermarkt“

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Wie kommt der Apfelsaft in die Flasche? Das haben Kinder während der letzten Woche beim Pflücken auf der Bobenheim-Roxheimer Streuobstwiese und beim Saftpressen vorm Feuerwehrgerätehaus erfahren und selbst mitgeholfen. „Der Apfelsaft schmeckt hier viel, viel besser“, stellte die neunjährige Deyanira von der Rheinschule fest. „Und er ist gesünder ist als der vom Supermarkt. Da ist viel zu viel Zucker drin.“

Kinder mit Äpfeln in der Hand, mit Bechern voll frisch gepresstem Apfelsaft und die über die Saftpresse staunten: Den ganzen Freitagvormittag über war reges Leben auf dem Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus in Bobenheim-Roxheim. In den Tagen zuvor hatten zwei vierte Klassen der Rheinschule auf der Streuobstwiese des Heimatpflegevereins zwei Anhänger mit Äpfeln gefüllt. Sie warteten nun darauf, in Saft verwandelt zu werden. Die Äpfel waren gerade erst gewaschen, als die ersten Kinder schon welche genussvoll verzehrten. „Lecker, und ich habe den Größten erwischt“, verkündete Weve (9). Danach wurden die Äpfel von ihrem Gehäuse befreit und faule Stellen herausgeschnitten, bevor sie mit Hilfe einer Maschine und kräftiger Handarbeit klein geschreddert wurden. Nach dem Pressen und dem Sterilisieren konnten die Kinder den frisch gepressten Saft genießen. Für Nora (9) war dies ein zwiespältiges Erlebnis. „Er schmeckt schon sehr gut, aber eigentlich trinke ich ihn nicht so gerne, ich habe damit schon vor fünf Jahren aufgehört“, bekannte sie den Mitschülern. Neben den vier Klassen der Rheinschule waren die Kindergärten Regenbogen, Laurentius, Löwenzahn und Edith-Stein aus Bobenheim-Roxheim sowie der Kindergarten Fontanesistraße aus Frankenthal zum Feuerwehrgerätehaus gekommen. Die Drei- und Vierjährigen erfuhren viel über die Herkunft der Äpfel, wobei die vierjährige Pauline schon Bescheid wusste: „Die pflückt immer meine Oma.“ Für Weve (9) war es ein Genuss, die ausgepressten Reste – den Trester – zu essen. „Das schmeckt mir besser als die Äpfel selbst.“ Der Vorsitzende des Heimatpflegevereins Ewald Marx war absolut zufrieden mit dem Zuspruch und der Neugierde der Kinder. Es kamen viel mehr als erwartet, was ihn zum Weitermachen im nächsten Jahr motiviert. |abn

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