Rhein-Pfalz Kreis Deponie-Unfall: CDU will einen Infoabend

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«HESSHEIM.» Zum Unglück im Gefahrstoffzwischenlager der Firma Süd-Müll in Heßheim soll es eine Informationsveranstaltung geben. Dies forderte Rainer Zotz (CDU) aus Beindersheim im Rat der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim am Mittwoch im Heßheimer Bürgerhaus. Bürgermeister Michael Reith (SPD) will sich um einen Termin kümmern.

Zu der öffentliche Informationsveranstaltung sollen Vertreter der Aufsichtsbehörde, der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd, und der Firma Süd-Müll eingeladen werden. „Bei einer solchen Veranstaltung könnte Transparenz geschaffen werden, welche Stoffe genau auf der Deponie gelagert werden“, sagte Zotz im Verbandsgemeinde-Rat. Wie berichtet waren bei dem Zwischenfall aus einem offenbar falsch etikettierten Behälter Blausäure und Schwefelwasserstoff freigesetzt worden. Die Ermittlungen dazu dauern an. Ein 43-jähriger Mitarbeiter starb durch das Einatmen der Giftstoffe noch am Unfallort, ein 29-jähriger Kollege erlag einige Tage später seinen Verletzungen. Als „tickende Zeitbombe“ bezeichnet die Heßheimer Schutzgemeinschaft gegen Mülldeponie das Sondermüllzwischenlager der Firma Süd-Müll. Der Verein reagiert mit seiner Stellungnahme auf die Nachricht, dass nach dem Tod eines Mitarbeiters ein weiterer Kollege seinen Verletzungen erlegen ist. Die Schutzgemeinschaft verweist auf frühere Störfälle bei Süd-Müll. „Alle diese Vorfälle hatten bis dato keinerlei Konsequenz auf weitere Genehmigungen durch die Behörde.“ Weiter schreibt die Vorsitzende Ulrike Bonifer: „Und die Überwachungsbehörde SGD Süd ist mit regelkonformen Kontrollen eines so gefährlichen Zwischenlagers und einem Außendienstmitarbeiter überfordert.“ Unbegreiflich sei, dass nach der Schließung der Sondermülldeponie Gerolsheim im Jahre 2004 „wir jetzt wieder die gleiche Problematik haben.“/gnk

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