Rhein-Pfalz Kreis Dem Wasserschaden auf der Spur

Ab und zu wird der Werkraum der Beindersheimer Grundschule noch genutzt – hier haben Schüler 2013 Fliesen bemalt.
Ab und zu wird der Werkraum der Beindersheimer Grundschule noch genutzt – hier haben Schüler 2013 Fliesen bemalt.

Woher stammen die Feuchtigkeitsschäden im Werkraum der Beindersheimer Albrecht-Dürer-Schule? Diese Frage muss die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim klären und einschätzen lassen, ob sich eine Sanierung lohnt. Kostenpunkt für die Untersuchung: 16.500 Euro. Der Bauausschuss hat dem einhellig zugestimmt, aber einige Mitglieder schüttelten dennoch den Kopf darüber.

Die Bodenplatte im Werkraum soll freigelegt werden, um der Ursache der Feuchtigkeitsschäden auf den Grund zu gehen. Fliesenboden, Mörtelschicht und Putz im Sockel müssen dafür entfernt werden, heißt es in der Sitzungsvorlage. Der Hintergrund: Die Verbandsgemeinde plant, die Schule zu erweitern und will dafür sechs Räume in einem unterkellerten Anbau schaffen – vier Klassensäle, einen Lehrer- und einen Betreuungsraum, erläuterte VG-Bürgermeister Michael Reith (SPD). Jetzt stehen allerdings Zuschüsse dafür auf dem Spiel. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd verlangt, dass möglicherweise der Werkraum als zusätzlicher Klassenraum hergerichtet wird. Erst müsse geprüft werden, ob das die wirtschaftlichere Lösung sei. Sonst müsste die Verbandsgemeinde zwei Klassensäle im Erweiterungsbau auf eigene Kosten bauen. „Bei einer ersten Begehung mit der SGD war der Werkraum noch ausgeklammert worden. Hier fand ein Umdenken statt“, sagte Reith. Da der geplante Anbau unterkellert und direkt an den ebenfalls im Keller liegenden Werkraum grenze, sei die Frage aufgekommen, warum man diesen nicht zunächst saniere, erklärt Bauamtsleiterin Sabine Josy auf RHEINPFALZ-Nachfrage. Wenig begeistert zeigten sich zunächst die Ausschussmitglieder von der neuen Idee der Aufsichtsbehörde. „Wir sollen also erst Geld ausgeben, um dann möglicherweise festzustellen, dass es doch unwirtschaftlich ist“, resümierte Barbara Eisenbarth-Wahl (CDU). Wie berichtet, baut die Verbandsgemeinde großzügiger als momentan nötig, weil dann die Ganztagsschule wieder mehr Platz bekommt. Gebraucht werden eigentlich nur drei Klassensäle, neu entstehen werden aber vier. Der Schulentwicklungsplan geht davon aus, dass die Schule künftig dreizügig wird, schildert Bauamtsleiterin Josy. Dann müssten zwei weitere Klassensäle eingerichtet werden. Einer sei dann ja schon neu gebaut und für den zweiten könnte der dann sanierte Werkraum genutzt werden. Diese zwei Säle können dann nachträglich bezuschusst werden. Der Ausschuss kam daher überein, dass man an den alten Plänen eines großen Anbaus samt Unterkellerung festhalten und den Werkraum prüfen solle. Was mit dem Raum passiere, falls es sich nicht lohne, ihn zu sanieren, wollte Ralf Kopecek (SPD) wissen. „Wird er zugemauert, oder wie hat man sich das vorzustellen?“ Er werde jetzt noch zeitweise als Werkraum genutzt, und er könne als Lagerraum dienen, antwortete Sabine Josy.

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