Dannstadt-Schauernheim
Dannstadt-Ost: Zweiter Bauabschnitt rückt näher
Bevor die verschiedenen Unternehmen loslegen können, muss bei einem solchen Projekt der Baugrund untersucht werden. Damit die Beteiligten wissen, was dort schlummert und welche Herausforderungen gegebenenfalls auf sie warten. Eine derartige Untersuchung war zwar bereits im Jahr 2004 erfolgt, weshalb es jetzt, 17 Jahre später, ohnehin sinnvoll erschien, die Erkenntnisse auf einen aktuellen Stand zu bringen.
Doch es war auch wegen eines anderen Umstands angebracht, an den Marc Hauck (FDP) erinnerte: Das damals erstellte Gutachten war fehlerhaft, so wies es unter anderem keinen Mutterboden aus. Das fiel allerdings erst 2019 auf, nachdem ein Ingenieurbüro auf Grundlage des fehlerhaften Gutachtens ein Leistungsverzeichnis für die Erweiterung des Gewerbegebiets erstellt hatte und plötzlich bemerkte, dass ein wichtiger Punkt fehlte: der Aushub von Mutterboden. Um den musste das Büro den Leistungskatalog folglich erweitern, wodurch sich die zunächst dem Rat genannten Kosten für die Bauarbeiten um 190.000 Euro erhöhten. Das sorgte bei den Ratsmitgliedern für großen Unmut.
Deshalb vergewisserte sich Hauck bei der Auftragsvergabe für das neue Gutachten bei Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU) und der Verwaltung, dass nicht wieder die Firma den Zuschlag erhält, mit der die Gemeinde 2004 so schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Das sei nicht der Fall, bestätigten die Verantwortlichen. Und so betraute der Rat für rund 6900 Euro diesmal ein anderes Unternehmen mit der Untersuchung des Baugrunds.
Kampfmitteldienst muss Boden untersuchen
Darüber hinaus ist wie schon beim ersten Bauabschnitt (Am Bocke bis Angelstraße) auch für den zweiten Bauabschnitt (Angelstraße bis Münchhof) erforderlich, das Gelände der geplanten Gewerbeflächen und Erschließungsstraßen auf etwaige Überreste aus den Weltkriegen erkunden zu lassen. Diese sogenannte Kampfmittelerkundung kostet 18.000 Euro. Sollten die Experten zum Beispiel blindgegangene Bomben oder andere gefährliche Munition finden, würde der Kampfmittelräumdienst angefordert, um diese unschädlich zu machen.
Daneben beauftragte das Dorfparlament die nächsten Schritte der laufenden Erneuerung der Haardt- und der Trifelsstraße bei der Kurpfalzschule im Ortsteil Dannstadt. Dabei handelte es sich um die Elektroarbeiten für die Straßenbeleuchtung. Im Preis von knapp 5900 Euro sind nach Angaben von Ortsbürgermeisterin Winkelmann die Lieferung und Montage der Straßenlaternen ebenso enthalten wie deren Anschluss an das Straßenbeleuchtungsnetz.