Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Dannstadt: Kampf dem Verkehrschaos an der Schule

Die Verkehrssituation vor der Dannstadter Grundschule spitzt sich zu. Elterntaxis sind ein Problem.
Die Verkehrssituation vor der Dannstadter Grundschule spitzt sich zu. Elterntaxis sind ein Problem. Foto: dpa

Rücksichtslose autofahrende Eltern, die Kinder auf dem Schulweg gefährden: Die Lage vor der Kurpfalzschule im Ortsteil Dannstadt wird immer heikler. Entschärfen möchten sie CDU und Grüne mit einem Konzept – das erst noch entwickelt werden muss.

Erste Ideen haben die beiden Fraktionen im Ortsgemeinderat schon. So soll das Konzept vor allem den Bereich vor den Lehrerparkplätzen abdecken und, sobald es vorliegt, ein halbes Jahr lang getestet werden. Vorstellen können sich Christdemokraten und Grüne zum Beispiel, dass die Kurpfalzstraße von der Kreuzung Haardt-/Kantstraße bis zur Rheinstraße Einbahnstraße wird und/oder auf der Fahrbahn eine getrennte Bring- und Hol-Zone eingerichtet wird. Zudem müsse sichergestellt werden, dass die Grundschüler in diesem Bereich mit dem Rad auf dem Gehweg bis zum Fahrradunterstand fahren können. Der Standort der Litfaßsäule ist aus ihrer Sicht ebenfalls zu überprüfen.

Situation vor der Schule spitzt sich zu

Und weshalb der ganze Aufwand? Weil sich die Verkehrssituation vor der Schule immer weiter zuspitze. „Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bis vor den Hof fahren oder auf dem Gehweg parken, sind an der Tagesordnung. Durch dieses Verhalten werden Kinder gefährdet, die mit dem Fahrrad, dem Roller oder zu Fuß in die Schule kommen“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Elmar Burkhardt. Dass nächstes Jahr das Grundschulgebäude im Ortsteil Schauernheim saniert wird und die dortigen Schüler dann vorübergehend nach Dannstadt in die Kurpfalzschule umziehen, werde zusätzlichen Bring- und Holverkehr verursachen und die Lage verschlimmern. Deswegen fordern CDU und Grüne in ihrem gemeinsamen Antrag, dass das Verkehrskonzept im Laufe des nächsten Jahres erstellt und umgesetzt wird.

Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU) bestätigte den dringenden Handlungsbedarf: „Gerade morgens geht es da oft chaotisch zu. Da müssen wir unbedingt etwas unternehmen.“ Auch SPD-Fraktionschef Uwe Schölles unterstützte den CDU-/Grünen-Antrag.

Auch die Anwohner einbinden

Stefan Veth (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim, sah das Problem ebenfalls schlimmer werden. Denn die Tendenz gehe leider dahin, dass Kinder fast nur noch zur Schule gefahren werden. Daher begrüße er die Initiative von CDU und Grünen. Das ideale Gremium, um ihr Anliegen zu behandeln, sei der Schulträgerausschuss des Verbandsgemeinderats. Denn in diesem seien die Schulleitung, Eltern, die politischen Parteien und die zuständigen Fachbereiche der Gemeindeverwaltung vertreten. Darüber hinaus hatten die zwei Ratsfraktionen gefordert, an der Entwicklung des Verkehrskonzepts auch Anwohner und Vertreter der Fraktionen im Ortsgemeinderat zu beteiligen. „Unabhängig davon werden wir mit dem Ordnungsamt verstärkt kontrollieren“, kündigte Veth an.

Frank Börner (CDU) gemahnte zur Eile. Wenn möglich, sollte sich der Ausschuss schon im Januar zum ersten Mal treffen, damit die Sache schnell vorankomme. „Denn die Zeit drängt“, erklärte er. Veth sicherte zu, das Thema zügig anzugehen.

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