Maxdorf
Damit die Feuerwehr ausrücken kann
Bei der Wartung der Tore an den Feuerwehrgerätehäusern in Fußgönheim und Maxdorf seien überraschend Schäden entdeckt worden, die unverzüglich behoben werden müssten, sagte Paul Poje (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maxdorf. Er habe damit eine Information eines Mitarbeiters seiner Verwaltung weitergegeben. Etwas anders klang das bei Wehrleiter Stefan Fiedler: Es handle sich um Sicherheitsmängel, die der Verwaltung seit drei Jahren bekannt seien und die in dieser Zeit massiv schlimmer geworden seien. Getan worden sei jedoch nichts.
Das war jedoch nicht der Auslöser einer Diskussion, die sich im Verbandsgemeinderat entzündete. Dabei ging es vielmehr darum, wie die Mängel beseitigt werden sollten. Kritisiert wurde, dass von der Verwaltung dafür nur von einer Firma ein Angebot eingeholt worden sei und die in diesem Angebot genannten Preise zu hoch seien. Laut diesem Angebot soll die Reparaturen an den Toren des Feuerwehrgerätehauses in Fußgönheim knapp 17.400 Euro und in Maxdorf knapp 10.400 Euro kosten.
Zu hohe Preise im Angebot?
Bei zahlreichen Positionen des Angebots seien deutlich überhöhte Preise angegeben worden, sagten unisono Lothar Straßer (CDU), Michael Schimbeno (FDP) und Fußgönheims Ortsbürgermeister Jochen Schubert (FWG). Sie forderten, dass weitere Angebote eingeholt werden. Er wisse aus Erfahrung, dass keine andere Firma Schäden an den Produkten des Herstellers behebt, von dem die Tore stammen, hielt Oliver Nagel-Schwab (FDP) dagegen.
Wenn die Schäden schon so lange anstehen, könne man jetzt auch noch so lange warten, bis geprüft ist, ob weitere Firmen bereit sind, die Arbeiten zu übernehmen, meinte Poje. Dem widersprach der SPD-Fraktionsvorsitzende Alfons Wiebelskircher entschieden: „Wer übernimmt die Verantwortung, wenn bei einem Einsatz der Feuerwehr die Tore nicht aufgehen?“. Daraufhin stimmten 19 Ratsmitglieder dafür, dass die Firma den Auftrag bekommt, zwei votierten dagegen und vier enthielten sich der Stimme.