Fussgönheim „Dachschäden“ beschäftigen Fußgönheimer

Wie weit das Dach der Schillerschule saniert werden muss, ist noch unklar.
Wie weit das Dach der Schillerschule saniert werden muss, ist noch unklar.

Zwei Dächer auf Gebäuden der Gemeinde Fußgönheim haben in der Vergangenheit für Verdruss gesorgt. Wie mit Schäden auf der Bedachung des Kartoffelmuseums und der Schillerschule umgegangen werden soll, ist noch nicht entschieden.

Bereits 2019 wurde festgestellt, dass ein Teil des Dachs auf dem Gebäude des Kartoffelmuseums nicht in Ordnung ist. In einem Raum unterhalb des Daches möchte der Förderverein der Kerwe seinen Fundus unterbringen. Vor einer Reparatur des Daches sollten die Besitzverhältnisse an dem Gebäude mit dem Verein Deutsches Kartoffelmuseum neu geregelt werden.

Bisher sei kein Wasser durch das Dach in das Gebäude eingedrungen, hat André Voges, Leiter des Fachbereichs Natürliche Lebensgrundlage und Bauen der Verbandsgemeindeverwaltung Maxdorf, vor geraumer Zeit in der Sitzung des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses des Gemeinderats mitgeteilt. Doch sei das Dach stellenweise schadhaft. Die Ziegel seien nicht mehr lieferbar, etwa 20 seien noch vorrätig. Falls die ausreichen, könne man das Dach reparieren, ansonsten müsse es komplett erneuert werden.

Entscheidung vertagt

Die Tendenz der Ausschussmitglieder ging zu einer kompletten Sanierung, dabei sollten nicht nur die Ziegel erneuert, sondern auch eine Dämmung und eine Dampfsperre eingebaut werden. Nach Angaben von Voges würden pro Quadratmeter Dachfläche Kosten von etwa 300 Euro anfallen. Wie viele Quadratmeter erneuert werden müssen, könne er nicht sagen. Auf Anregung des Beigeordneten Rudi Renner (FWG) soll geprüft werden, ob die Gemeinde einen Zuschuss für die Sanierung des Daches bekommen kann. Eine Entscheidung soll zu einem späteren Zeitpunkt getroffen werden.

Ebenfalls seit längerem bekannt ist, dass das Flachdach der Schillerschule beschädigt ist, weil eine Photovoltaikanlage unsachgemäß installiert wurde. Nachdem nach einem langen Hin und Her klar war, dass die Gemeinde keine Regressforderungen stellen kann, soll das Flachdach nun saniert werden.

Zweifel an Mängelliste

„Erstaunt“ und „überrascht“ reagierte man auf eine Mitteilung des Architekten, der die Sanierung des Flachdaches betreuen soll, und der Verbandsgemeindeverwaltung: Auch an den geneigten Dächern auf dem Schulgebäude seien Schäden, zudem wären weitere Investitionen an dem Schulgebäude sinnvoll, deshalb sollten die Mitglieder des Ausschusses bei einem Ingenieurbüro die Erstellung eines Sanierungskonzepts in Auftrag geben.

„Wir sind davon ausgegangen, dass die Schule in Ordnung ist“, sagte Jürgen Kuß (FWG). Bürgermeister Jochen Schubert (FWG) bezweifelte, ob die Liste der genannten Mängel richtig ist. So steht auf der Liste beispielsweise, dass der Blitzschutz erneuert und die Dachrinnen gereinigt werden müssen. Die würden regelmäßig gereinigt und der Blitzschutz sei neu, betonte Schubert. Von Feuchtigkeitsschäden im Gang des Gebäudes, die ebenfalls genannt werden, sei nichts zu sehen und nichts bekannt, so Schubert. Zudem sei das Dach über dem Gang bereits saniert worden. „Wir brauchen erst einmal weitere Informationen“, forderte Franz Rothmund (SPD). Das haben auch die anderen Mitglieder des Ausschusses so gesehen.

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