Rhein-Pfalz Kreis Chaos auf Wertstoffhof endet bald

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Den Umzug des Wertstoffhofs Beindersheim nach Heßheim neben das Süd-Müll-Gelände will die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim zügig vorantreiben. Bürgermeister Michael Reith (SPD) stellte die Planung am Mittwoch im Bauausschuss vor. Gegrübelt wird noch über die Frage, wie Radfahrer den neuen Standort sicher erreichen können. Es wird sogar überlegt, extra einen neuen Weg anzulegen.

Auf dem alten Hof herrscht samstags regelmäßig Chaos, weil er zu klein ist. Autoschlangen behindern mitunter die Lastwagen, die das benachbarte Zentrallager der RV Bank in Beindersheim anfahren wollen. Und der Agrarservice der Raiffeisen-Volksbank Rhein-Haardt ist an dem Gelände des heutigen Wertstoffhofs interessiert, um sich zu vergrößern. Deshalb soll der Hof laut Bürgermeister Reith „zeitnah“ auf einem Brachgelände der Süd-Müll GmbH östlich der Zufahrt zur Deponie angesiedelt werden (wir berichteten). Die Verbandsgemeinde hatte sich eine gesonderte Ein- und Ausfahrt auf den Hof von der Landesstraße 520 zwischen Gerolsheim und Heßheim gewünscht. Doch das habe der Landesbetrieb Mobilität (LBM) abgelehnt, berichtete Reith. Auch der von Süd-Müll vorgeschlagenen Wendeschleife und Bushaltestelle hatte der LBM eine Absage erteilt. Stattdessen soll von der Süd-Müll-Zufahrt aus eine einspurige Einfahrt und eine zweispurige Ausfahrt angelegt werden. Das Gelände zwischen den drei asphaltierten Fahrspuren könnte als Übungsplatz für die Feuerwehr genutzt werden, so Reith. Der Bürgermeister will möglichst viel Material des bestehenden Hofs für den neuen verwenden: So könne das Gelände wieder mit den Zaunmatten umzäunt werden. Und auch das Holzgebäude soll abgebaut und in Heßheim wiedererrichtet werden. Ihren Grünschnitt können die Bürger künftig auf einer Betonfläche am Südrand des Geländes abladen. Süd-Müll habe sich angeboten, ihn abends mit einem Hubstapler in die Container zu verfrachten, sagte Reith. Die Bauschuttcontainer sollen in der Mitte auf einer Schotterschicht stehen. Die Container für sonstige Wertstoffe werden am nördlichen Rand auf einer betonierten Fläche platziert. Das Brachgelände wird von Süd-Müll hergerichtet. Die Kosten dafür werden auf den Pachtzins aufgeschlagen, den die Verbandsgemeinde der Firma zahlt. Die Investitionen werden sozusagen in Raten bei Süd-Müll abgestottert. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Rhein-Pfalz-Kreises will sich laut Reith auch an der Investition beteiligen. Einziges Problem ist die Anfahrt per Rad. Besucher könnten den bereits bestehenden Radweg nördlich der L 520 nutzen. Allerdings liegt er etwas tiefer als die Straße, so dass eine Rampe gebaut werden müsste. Sorge bereitet den Ausschussmitgliedern vor allem, dass die Radfahrer die Landstraße überqueren müssen, um zur Süd-Müll-Einfahrt zu gelangen. Deshalb hat die Verbandsgemeinde geplant, einen kombinierten Rad- und Wirtschaftsweg zu bauen, der etwa 2,5 Meter breit werden soll. Er könnte an der Einmündung eines Wirtschaftsweg aus Richtung Heuchelheim auf die L 520 starten. Die Nettokosten dafür betragen laut Reith rund 91.000 Euro. Weil die Flächen für den Weg erst noch von den Grundstückseigentümern entlang der Strecke gekauft werden müssen, sieht Reith hier langen Verhandlungen entgegen. Zunächst sollen jedoch beide Radwegvarianten nochmals geprüft und mit dem Landesbetrieb Mobilität erörtert werden. Und es soll geschätzt werden, wie viele Bürger überhaupt per Rad kommen würden. |cei

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