Rhein-Pfalz Kreis Breitere Wege für Entwässerung schaffen

Fussgönheim. Weil Gasleitungen verlegt werden und an der Brücke am Neugraben gebaut wird, ist die Mutterstadter Straße in Fußgönheim derzeit gesperrt. Die Arbeiten sind Teil eines Projekts, mit dem der Gewässerzweckverband Isenach-Eckbach die Entwässerung der sogenannten Frankenthaler Terrasse verbessern will.
Die Erweiterung der Röhre an der kleinen Brücke am südöstlichen Ortsausgang von Fußgönheim sind Teil eines Gesamtpakets, mit dem der Wasserabfluss auf der Terrasse, einer Fläche von Schifferstadt bis Worms, erleichtert werden soll. Denn steigende Grundwasserspiegel und starke Regenfälle sorgen dort unter anderem für klatschnasse Felder (wir berichteten mehrfach). Bis Ende des Jahres sollen laut Hansgeorg Hocke, Betriebsleiter beim Gewässerzweckverband Isenach-Eckbach, in zwei Bauabschnitten 20 derartige Durchlässe von Mutterstadt bis Heßheim erweitert oder umgebaut werden. Mit der Planung ist das Büro Björnsen Beratende Ingenieure in Speyer beauftragt. 2,2 Millionen Euro seien dafür insgesamt veranschlagt. Fußgönheim ist nun als erstes dran. „Es ist ja keine richtige Brücke, sondern eher eine Röhre“, sagt Hocke. Die Sohle dieses 6,50 Meter breiten Brückenbauwerks am Wendehammer in der Mutterstadter Straße sei inzwischen zu hoch, es könne nicht genug Wasser abfließen, wenn der Himmel wieder einmal so richtig seine Schleusen öffnet. Ein häufiges Problem, betont der Geschäftsführer des Gewässerzweckverbands, Hans Peter Theiß: „Im Lauf der Jahrzehnte verlanden diese Durchlässe“, und jedes Hochwasser bringt Schwemmgut mit, das liegen bleibt. Die Durchlässe auf der Strecke seien vermessen worden, die Höhe der Sohlen müssten angepasst, mehr Platz geschaffen werden. In Fußgönheim wird laut Hocke ein neues Rechteckprofil eingesetzt, das im Innern 1,50 Meter breit und 1,20 Meter hoch ist, so dass ausreichend Wasser durchfließen kann. Hier sind die Bauarbeiten etwas komplizierter als andernorts, sagt Hocke. Denn während zu beiden Seiten der kleinen Brücke bereits neue Gasleitungen liegen, verlaufen am Durchlass noch alte. Deswegen nutzt die Firma Creos die Baustelle, um hier neue Gasleitungen zu legen, außerdem gebe es da auch Leitungen der Pfalzwerke und der Telekom, berichtet der Betriebsleiter. Die Arbeiten an der Gasleitung haben bereits begonnen. Voraussichtlich gegen Ende der kommenden Woche könne dann die Firma Heberger anrücken, um für den Gewässerzweckverband die Bauarbeiten an der Brücke zu beginnen, sagt Theiß auf Nachfrage. Wenn die Arbeiten beendet seien, müssten die umgebauten Durchlässe regelmäßig kontrolliert und gewartet werden, sagt Theiß. Sie führen teilweise über Wasserläufe, aber auch über trockene Gräben, die nur bei Hochwasser gefüllt sind. Nach Angaben der Verbandsgemeinde Maxdorf bleibt die Mutterstadter Straße bis voraussichtlich Mitte Oktober gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert. |umi