Rhein-Pfalz Kreis Besserer Brandschutz erwünscht

Die Sicherheitsvorkehrungen in der Grundschule sollen auf den neuesten Stand gebracht werden.
Die Sicherheitsvorkehrungen in der Grundschule sollen auf den neuesten Stand gebracht werden.

«Rödersheim-Gronau.» Die Grundschule am Neuberg im Ortsteil Rödersheim besteht seit 50 Jahren. In dieser Zeit haben sich die Brandschutzvorschriften verschärft, sodass das Gebäude nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Das möchte der Ortsgemeinderat auf Vorschlag der Verwaltung ändern. Die Aufträge für die nötigen Arbeiten hat das Gremium am Mittwochabend vergeben.

Akuter Handlungsbedarf bestehe derzeit nicht, hob Ortsbürgermeister Karl Arnold (parteilos) hervor. Doch das liege vor allem daran, dass die Prüfer der Kreisverwaltung das Grundschulgebäude noch nicht dahingehend untersucht hätten. Früher oder später kämen sie aber wieder zu einer der unregelmäßigen Kontrollen vorbei, und dann müsste die Kommune auf jeden Fall tätig werden. „Es ergibt also keinen Sinn, das groß aufzuschieben, zumal es jetzt noch Zuschüsse zu den Baukosten gibt“, sagte Bernd Ziegler, Leiter der Bauabteilung der Verbandsgemeinde. Arnold erläuterte den Handlungsbedarf am Beispiel der Rettungswege. Die Grundschule verfüge seit ihrer Errichtung vor 50 Jahren über zwei Treppenhäuser, die im Notfall als Fluchtwege dienen könnten. „Sie sind eigentlich getrennt voneinander zu erreichen, vorausgesetzt, die Türen der mittleren Klassenräume sind offen“, schilderte er die gegenwärtige Situation. Damals sei eine solche Lösung gang und gäbe gewesen, nach heutigem Stand dürfe das nicht mehr sein, sagte Arnold. Vor diesem Hintergrund hatte bereits der Bauausschuss, der sich im April mit dem Thema befasste (wir berichteten), dem Rat empfohlen, dem Vorschlag der Gemeindeverwaltung zu folgen und das Projekt schon jetzt anzugehen. Zugleich hatte der Ausschuss gefordert, Angebote weiterer Architektenbüros einzuholen, sodass der Rat bei seiner Entscheidung eine Auswahl treffen und bestenfalls Kosten sparen kann. Den Zuschlag erteilten die Ratsmitglieder jetzt dem Architektenbüro Klee/Dannstadt-Schauernheim. Es hatte mit 44.338 Euro bei angenommenen Gesamtkosten von 200.000 Euro das günstigste Angebot abgegeben. Die drei Offerten unterschieden sich dem Ortsbürgermeister zufolge vor allem in der Höhe des Umbauzuschlags, der Nebenkosten und der Pauschale für die Bestandsaufnahme. Die zwei Mitbewerber hatten angeboten, die Planung und Bauleitung des Projekts für 46.949 Euro beziehungsweise 48.195 Euro zu erledigen. Das Büro Klee sei der Verwaltung bekannt und sei in der Ortsgemeinde Dannstadt-Schauernheim schon im Bereich Schule und Kita tätig gewesen, informierte Ziegler. Mit der brandschutztechnischen Bewertung beauftragte der Rat das Fachbüro Schöttner/Ludwigshafen. Um Sanitär, Heizung und Elektro soll sich das Büro Kohl und Frech/Schifferstadt kümmern. Denn wenn der bauliche Brandschutz modernisiert wird, möchte der Gemeinderat die Grundschule auch gleich im Hinblick auf aktuelle Hygienevorschriften und Vorgaben der Unfallkasse ertüchtigen lassen. Die Planungen sollen noch dieses Jahr erfolgen, ebenfalls noch 2017 sollen bei der Kreisverwaltung der Bauantrag gestellt und beim Land ein Zuschuss beantragt werden. Der kann bis zu 55 Prozent betragen. Die nötigen finanziellen Mittel sollen im Haushalt für die Jahre 2018 und 2019 bereitgestellt werden. Um die einzelnen Aufträge bezahlen zu können, muss die verschuldete Gemeinde Kredite aufnehmen. Voraussetzung für das Vorhaben ist deshalb jeweils die Genehmigung durch die Kommunalaufsicht. Läuft alles nach Plan, sollen die Umbauarbeiten im Frühjahr 2018 beginnen und entweder noch nächstes Jahr abgeschlossen werden oder, falls nötig, im Jahr 2019.

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