VG Lambsheim-Hessheim RHEINPFALZ Plus Artikel Bei Bürgerempfang elf Sportler geehrt

Meisterliche Sportlerinnen und Sportler sind geehrt worden, rechts Bürgermeister Reith.
Meisterliche Sportlerinnen und Sportler sind geehrt worden, rechts Bürgermeister Reith.

Die Kombination aus „Bürgermeister-vor-Ort“-Sprechstunde für die Ortsgemeinde Lambsheim und Bürgerempfang der Verbandsgemeinde (VG) Lambsheim-Heßheim am Samstag war kurzweilig und flott. Es gab viel Raum für Gespräche bei neuem Wein und Zwiebelkuchen. Doch augenscheinlich drückt den Bürgern nicht der Schuh.

Berücksichtigt man die Anzahl an Gästen aus Politik, von Geldinstituten, die Präsenz von Polizei, Schulen und Seniorenbeirat, Feuerwehr, dann waren es geschätzt nur wenige Bürger, die in die Veranstaltungshalle des Gesang- und Musikvereins (GMV) gekommen waren. Die Veranstaltung wurde aufgelockert von der Jazzcombo Blue Scheme des GMV. Der Bürgerempfang war Plattform für die Ehrung von elf Sportlerinnen und Sportlern, darunter Pfalzmeister, Rheinland-Pfalz-Meister, Deutsche Meister und Weltmeister aus Leichtathletik, Tanz, Kampfsport und Bogenschießen. Bemerkenswert der 85-jährige Arnold Schroth aus Lambsheim, der immer noch Wettkämpfe als Läufer bestreitet. Jeder erhielt eine Urkunde sowie einen 100-Euro-Gutschein.

Der Gastgeber, Bürgermeister Michael Reith (SPD), informierte über die wichtigsten Projekte. Brandaktuell sei, dass die Verbandsgemeinde mit Tammy Goff jetzt über eine „Gemeindeschwester plus“ verfügt. Deren Projekte und Aktivitäten wie etwa Spaziergänge richteten sich an Senioren und an Menschen, die zu vereinsamen drohen. Verbandsgemeinde und Seniorenbeirat informierten hier über Angebote. „Das möchte ich Ihnen mit auf den Weg geben“, sagte Reith in die Runde.

Zum neuen Flächennutzungsplan für die Ortsgemeinde Lambsheim betonte er, dass dieser der Gemeinde durch „Reserven innerorts und Neubaugebiete im Außenbereich“ erlaube, sich „noch sehr schön zu entwickeln“. Für das vier Hektar große Gewerbefeld Im Brand gebe es bereits zwei Interessenten. Vor einigen Tagen sei das neue Wohngebiet Ringstraße von der Grundstücksentwicklungsgesellschaft Vorderpfalz übergeben worden. In diesem Fall war der Anschluss an den Bestandskanal unproblematisch.

Dennoch lasse die VG den Generalentwässerungsplan fortschreiben. „Wir wollen die Bürger nicht im Regen stehen lassen“, so Reith. Gerade Starkregenereignisse machten der Kanalisation in Groß- und Kleinniedesheim zu schaffen. Um zu vermeiden, dass die Kanalisation Wasser nicht mehr aufnehmen kann und es zu Rückstau und Überflutungen kommt, müsse dort die Kanalhydraulik verbessert werden.

Die Umstellung der Kläranlage auf anaerobe Schlammstabilisierung spare Energie- und Entsorgungskosten. „Auch im Bereich erneuerbare Energien sind wir aktiv und wollen es bleiben“, betonte Reith. Rechnerisch liege der Ertrag durch Windkraft jährlich bei 163 Prozent, bezogen auf den Energiebedarf der Verbandsgemeinde. „Wir wären somit autark“, verkündete Reith stolz. Neben zwei Windkraftarealen bei Lambsheim und Großniedesheim habe die VG vier weitere Flächen ausgewiesen.

Auch für einen Blackout sei man gerüstet mit drei Stromaggregaten in Lambsheim. Damit sei die Notversorgung gewährleistet und könnten Wärmeinseln angeboten werden. Mobile Sirenen würden durch fest installierte ersetzt, so Reith. Investiert wurde und wird in die vier Grundschulen. Alle seien mit digitalen Whiteboards ausgestattet. Lediglich in Lambsheim müssten 15 der 19 Klassenzimmer nachgerüstet werden.

Die Geehrten

Luca Ulrich, Johanna Glaser, Franziska Glaser, Leonie Ulrich, Sina Born, Lena Hartig, Danny Eberle, Sarah Bader, Andreas Tempel, Lale Patak und Arnold Schroth.

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