DUDENHOFEN
Baugebiet „In den dreißig Morgen“: Riesiger Bedarf
3,1 Millionen Euro soll die Erschließung des Neubaugebiets kosten. Macht nach Angaben der beauftragten Pfalzwerke Infrastruktur GmbH, eine Tochter der Pfalzwerke, pro Quadratmeter Haus-Grundstücks-Fläche rund 120 Euro. Mit dem Abschluss der Erschließung und Start der Bebauung, rechnen die Pfalzwerke ab Sommer kommenden Jahres.
Die Eckdaten des im März 2015 vom Ortsgemeinderat beschlossenen Bebauungsplans: Das Baugebiet liegt am Ortsrand in der Verlängerung der Carl-Zimmermann-Straße Richtung Speyer. Auf verdichtetem Raum soll es „lockere“ Bebauung in vornehmlich zweigeschossiger Bauweise mit zwei Wohnungen geben – Traufhöhe 5,50 Meter, als Ausnahme Doppelhäuser. Der Abstand zum Speyerbach beträgt mindestens 40 Meter. Flächen für einen ursprünglich angedachten Kindergarten und ein Seniorenheim sind inzwischen nicht mehr berücksichtigt. Wie der Abschnitt der gemeindeeigenen Grundstücke bebaut werden soll, ist am Donnerstag Thema der öffentlichen Sitzung des Bau- und Hauptausschusses in der Festhalle. Das Anlegen von Steingärten hat der Ortsgemeinderat in einer der jüngsten Sitzungen untersagt.
In der vom Planungsbüro Piske im Februar vorgelegten Straßenplanung beträgt die Breite der asphaltierten Haupterschließungsstraße 8,5 Meter, die der Wohnstraßen 5,5 Meter. Im südlichen Drittel ist ein Spielplatz ausgewiesen. 2019 hatte das Planungsbüro die Notwendigkeit einer Lärmschutzwand verneint. Sie decke lediglich einen kleinen Teil des Baugebiets ab, ihr Nutzen stehe in keinem adäquaten Verhältnis zu den Kosten.
Ortsgemeinde verdient
Ortsgemeinde und Pfalzwerke vereinbarten im März 2018 den Erschließungsvertrag der 4,8 Hektar großen Fläche. Firmenvertreter Dieter Schneider zum weiteren Prozedere: „Seitdem wurden die privaten Verträge mit den Grundstückseigentümern geschlossen, im Anschluss führte das Vermessungs- und Katasteramt Landau das Bauumlegungsverfahren durch.“ Teil der Gesamterschließung ist auch die Verkabelung der 20-Kilovolt-Spannungsleitung durch die Pfalzwerke. Schneider geht von 66 Grundstücken mit jeweils rund 480 Quadratmetern aus.
„Endlich sind wir soweit“, meinte Ortsbürgermeister Jürgen Hook (SPD) beim Griff zum Spaten. Nicht nur, weil er mit zirka 90 Einheiten zumindest einen kleinen Teil „des riesigen Bedarfs“ nach Wohnmöglichkeiten im Spargeldorf abdecken kann. Die Kommune profitiert vom Neubaugebiet direkt finanziell. Ihr gehören 4000 Quadratmeter Boden. Um auf dem bauen zu können, hätten sich 600 Interessenten beworben, sagte Hook. Ungeachtet der nicht gerade familienfreundlichen Grundstückspreise in Dudenhofen.