Bobenheim-Roxheim
Baldauf will Fluglärmproblem auf Landesebene zur Sprache bringen
„Ich habe einen Antrag im zuständigen Ausschuss gestellt, nachdem sich Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde an mich gewandt haben“, teilt Baldauf mit. Das Thema Fluglärm beschäftige die Einwohner, auch die von Kleinniedesheim, seit Jahren, es sei aber noch keine befriedigende Lösung gefunden worden.
Baldauf glaubt, dass Lösungen in dem Streitfall möglich sind, doch dazu müssten alle Beteiligten einmal an einen Tisch geholt werden. Damit meint er unter anderem die Landesbehörde für Luftfahrt und Luftsicherheit sowie die Deutsche Flugsicherung. Momentan behaupteten viele, nicht zuständig zu sein, und spielten den Ball einfach weiter, kritisiert Baldauf. Weil ein Termin beim zuständigen Ministerium in Mainz vermutlich schwer zu bekommen sei, wolle er den Weg über den Wirtschaftsausschuss gehen, damit das Thema möglichst schnell auf Landesebene behandelt wird, erklärt der Christdemokrat.
Behörde erläutert Gesetzeslage
Ein Vertreter der Luftfahrtbehörde beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) war Mitte November auf Vermittlung von Landtagsmitglied Martin Haller (SPD) zu Besuch in Bobenheim-Roxheim. Vor Vertretern der Gemeinde und der Bürgerinitiative, die gegen die hohe Anzahl der Flugbewegungen über dem Ort protestiert, seien die gesetzlichen Grundlagen für den Betrieb des Wormser Verkehrslandeplatzes sowie die Zuständigkeiten und Genehmigungsprozesse erläutert worden, berichtet Ortsbürgermeister Michael Müller (SPD). Mit diesem Wissen hat der Gemeinderat wenig später beschlossen, mit dem Flugplatzbetreiber hart weiterzuverhandeln, um eine Entlastung der Bürger in Bobenheim-Roxheim zu erreichen. Um Druck auszuüben, hatte die Gemeinde zuvor einen Geländepachtvertrag mit dem Betreiber gekündigt.
Das begrüßen offenbar auch Bürger des benachbarten Kleinniedesheim, die unter dem Flugverkehr leiden, obwohl die für Starts und Landungen festgelegte Platzrunde gar nicht über den Ort führt. „Viele Piloten halten sich nicht an die Platzrunde und die vorgeschriebene Höhe“, sagt Ruth Marienhoff, die in der Enggasse wohnt. Das sei ihr sogar von zwei Piloten bestätigt worden. Sie unterstützt das Anliegen der Bobenheim-Roxheimer und hofft, dass eine Verlegung der Platzrunde nicht bedeutet, dass Kleinniedesheimer noch mehr beeinträchtigt werden.