Rhein-Pfalz Kreis Bahnhofstraße: Fußgönheim will Tempo 30

Fussgönheim. Die Gemeinde Fußgönheim strebt eine Tempo-30-Zone in der Bahnhofstraße an. Außerdem sollen Zebrastreifen die Straße sicherer machen. Ortsbürgermeisterin Marie-Luise Klein (SPD) wünscht dem Antrag „viel, viel Glück“.
Tempo 30 als Geschwindigkeitslimit in der Bahnhofstraße ist nicht das erste Mal Thema in Fußgönheim. Vielmehr ist es ein Kampf seit „gefühlten 20 Jahren“, waren sich die Ratsfraktionen einig. Nun ging die Initiative von den Anwohnern aus, Friedrich Helm startete eine Unterschriftenaktion. 50 Anlieger wendeten sich an den Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Speyer, der die Polizei in Frankenthal in Kenntnis setzte. Die kündigte an, dass in nächster Zeit Geschwindigkeitskontrollen in der Bahnhofstraße vorgesehen sind. Das ist den Anwohnern nicht genug, sie wünschen sich eine generelle Regelung. „Alle im Rat unterstützen die Bahnhofsträßler natürlich“, machte die CDU-Fraktionsvorsitzende Martina Fickler deutlich. Zudem beantragt die Gemeinde auf Begehren der SPD mehrere Zebrastreifen in der Straße, zwischen Haardtstraße und Ellerstadter Straße und an der Einmündung der Jahnstraße. Die Fraktion begründete die Forderung mit dem überdurchschnittlich hohen Verkehrsaufkommen. Eine Zählung aus dem Jahr 2012 hat laut Fraktionsvorsitzendem Thomas Bauer 5773 Fahrzeuge zwischen 6 und 18 Uhr ergeben. Das Ergebnis einer Zählung des LBM aus dem zweiten Quartal 2015 liege noch nicht vor. In diesen Abschnitten verlaufe der Weg zu Schule und Kita, zudem liegen dort eine Bushaltestelle, Eingänge zum Friedhof und die Bahnhaltestelle. „Es sind fast immer viele Fußgänger unterwegs“, sagte Bauer. Fickler verwies darauf, dass Zebrastreifen in der Hauptstraße bereits früher abgelehnt wurden. Daher erteilte Bürgermeisterin Marie-Luise Klein dem Wunsch weiterer Gemeinderatsmitglieder, direkt zusätzliche Straßenzüge in das Antragsschreiben an den LBM aufzunehmen, eine Absage: „Wir dürfen den Antrag nicht verwässern und sollten jeder Straße eine eigene Wertigkeit geben.“ Bei getrennten Anträge sei die Chance größer, dass „überhaupt etwas durchkommt“. (svw)