Bobenheim-Roxheim / Lambsheim RHEINPFALZ Plus Artikel Badeseen: Großer Andrang am Wochenende

Der Badestrand am Südufer des Silbersees. Dort halten sich nach Angaben des Beigeordneten Frank Peter die meisten Menschen – ohn
Der Badestrand am Südufer des Silbersees. Dort halten sich nach Angaben des Beigeordneten Frank Peter die meisten Menschen – ohne Abstand – auf. Das Foto entstand im Juni.

Die Hitze hat am Wochenende zahlreiche Badegäste an den Silbersee bei Bobenheim-Roxheim und an den Lambsheimer Nachtweideweiher gelockt, sodass beide Seen gesperrt wurden. Am Sonntag war der Zutritt bereits am Vormittag gegen 10.30 Uhr nicht mehr möglich – so früh wie noch nie zuvor.

Frank Peter (CDU), Erster Beigeordneter der Gemeinde Bobenheim-Roxheim, sagte auf Anfrage, dass es am Sonntag auch eine „unschöne Diskussion“ mit einem Badegast gegeben habe. Zu dieser sei die Polizei um Hilfe gebeten worden, weil sich der Mann nicht habe abweisen lassen. Die Polizei wurde am Samstag und am Sonntag auch zur Unterstützung angefordert, um den Verkehr zu regeln. Außerdem seien Strafzettel für Falschparker verteilt und Badegäste abgewiesen worden, die versucht hätten, über Schleichwege an den See zu kommen, informierte Peter.

Der Zugang zum Silbersee wird gesperrt, wenn rund 150 Parkplätze sowie die Fahrradständer belegt seien. Dann ist die Obergrenze von 800 Besuchern erreicht. Auf diese hatte sich der Gemeinderat geeinigt, weil die Einhaltung der vom Land vorgegebenen Abstandsregeln für Badegewässer im 8000 Quadratmeter großen Badebereich am Südufer nicht mehr gewährleistet werden könne. Der Beigeordnete machte aber darauf aufmerksam, dass sich die 800 Besucher nicht unbedingt auf der Fläche verteilten, sondern sich „sehr viele unvernünftige Leute“ am Strand ohne Abstand aufhielten. Eine zweite mögliche Corona-Welle sei dann selbst gemacht, sagte Peter, der in diesem Zusammenhang erneut die Kreisverwaltung kritisierte, die ihre Pflicht als Infektionsschutzbehörde vernachlässige.

Am Lambsheimer Nachtweideweiher haben die Ordnungskräfte laut dem Beigeordneten Gunter Steuer (FDP) in Einzelfällen Badegäste auf den Mindestabstand von 1,5 Metern auf der Liegewiese hinweisen müssen. Dort sind Kreise eingezeichnet, die als Orientierung dienen. Steuer zufolge seien am Sonntagnachmittag noch einmal Badegäste an den See gelassen worden, nachdem andere gegangen waren. Nach seinen Angaben sollen künftig Bauzäune „an neuralgischen Punkten“ den Zugang zum See versperren. Diese waren als Schleichwege genutzt worden.

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