VG Lambsheim-Hessheim
Bürgermeisterwahl 2022: Gunter Steuer will antreten
„Ich möchte, dass die Bürger motiviert zur Wahl gehen“, erklärt Steuer auf die Frage, warum er kandidiert. Ein Gegenkandidat biete eine Alternative auf dem Stimmzettel, auf dem man sonst nur Zustimmung oder Ablehnung ausdrücken könne. Seit 2019 ist Steuer als Beigeordneter der Verbandsgemeinde (VG) für Öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie Bürgerdienste zuständig. In den vergangenen zwei Jahren sei vor allem die Kontrolle der Hygieneregeln wegen der Corona-Pandemie ein großes Thema gewesen, berichtet Steuer auf Anfrage und betont die enge Zusammenarbeit mit Fachbereichsleiter, Ordnungsamt und Bürgerbüro.
Der gelernte Winzer ist seit mehr als 30 Jahren im Weinmarketing tätig und arbeitet derzeit bei Pfalzwein als Projektleiter. In Sachen Digitalisierung fühlt sich Steuer durch seine berufliche Erfahrung gut aufgestellt. Dies sei eine der größten Herausforderungen in den nächsten acht Jahren. Sollte er gewählt werden, will er sich dafür einsetzen, dass die Internetseite der VG nicht nur informativ, sondern auch praktisch ist – beispielsweise für Bürger, die Anträge stellen oder Ansprechpartner finden wollen.
„Fusion muss gelebt werden“
Die Fusion der VG Heßheim und der verbandsfreien Gemeinde Lambsheim vor sieben Jahren sieht Steuer noch nicht abgeschlossen. „Die Fusion muss gelebt und umgesetzt werden“, sagt er. Dabei seien „einige markante Punkte“ anzugehen, auf Nachfrage nennt er etwa Jahresabschlüsse, die noch immer fehlen. „Die VG-Spitze könnte besser sein.“ Kindergärten will Steuer mit mehr Geld ausstatten und die Erzieher so an die Einrichtungen binden, dass sie gerne zur Arbeit kommen. „In den Grundschulen sehe ich keine riesen Fortschritte“, sagt Steuer und will dort die Infrastruktur für eine Netzwerklandschaft fördern. „Die VG hat einen bedeutenden Beitrag zu leisten, um diese Prozesse zu unterstützen“, meint Steuer.
Schwierig könnte nach Steuers Eindruck der Wahlkampf unter Pandemiebedingungen werden. „Kommunikationsangebote an die Bürger sind derzeit eingeschränkt.“ Er hofft, dass im kommenden Jahr Präsenzveranstaltungen wieder möglich sein werden, diese seien ertragreicher als Onlineangebote. Wenn die Corona-Lage es zulässt, soll Steuer offiziell am 7. Januar als Kandidat nominiert werden. „Es freut uns sehr, dass es uns als Koalition gelungen ist, einen gemeinsamen Kandidaten zu unterstützen“, wird der Fraktionsvorsitzende der CDU, Lars Pletscher, in einer Mitteilung zitiert.