Rhein-Pfalz Kreis Bäume größtenteils im „grünen Bereich“

Dannstadt-Schauernheim. Rückblende: Am 22. November 2012 stürzt mittags eine Rosskastanie im Trierer Rautenstrauchpark um. Der Baum erschlägt eine Frau und verletzt einen Mann schwer. Grund für viele Städte und Gemeinden, um ihre Bäume in den öffentlichen Grün- und Außenanlagen genauer unter die Lupe zu nehmen. Im Rhein-Pfalz-Kreis macht dies zum Beispiel die Verbandsgemeindeverwaltung Dannstadt-Schauernheim in allen sechs Ortsteilen.
„Wir kommen damit der Verkehrssicherungspflicht nach“, erklärt Bernd Ziegler, der als Leiter des Fachbereichs 2 Bauen und Infrastruktur zusammen mit Eva Wefel in der Verwaltung dafür zuständig ist. Die Verbandsgemeinde lässt seit dem vergangenen Winter ihre Bäume im Innen- und Außenbereich kontrollieren. Die Untersuchungen nahm damals der Neustadter Baumgutachter Ulrich Weisbrod vor. Inzwischen ist die dritte Kontrolle erfolgt. „Die Bäume werden sowohl im unbelaubten als auch im belaubten Zustand untersucht“, erklärt Ziegler. Je nach Alter und Zustand des jeweiligen Baums unterscheiden sich dabei die Kontrollzeiträume. Junge Bäume werden alle zwei Jahre, knorrige Veteranen in kürzeren Zeitabständen begutachtet. „Anfangs sind wir von 3500 Bäumen ausgegangen, werden wahrscheinlich aber auf 5000 Bäume kommen“, sagt Ziegler, der von der wachsenden Anzahl der zu untersuchenden Bäume überrascht ist. Aufgrund der Ergebnisse mussten Rosskastanien in der Kurpfalzschule in Dannstadt und auf dem Assenheimer Friedhof gefällt werden. „Es wurden mehr Problembäume festgestellt als vermutet“, sagt Wefel. „Insgesamt aber nichts furchtbar Auffälliges, großteils kleine Schäden wie tote oder bruchgefährdete Äste und Zweige. Kranke Bäume sind eher selten“, sagt die mit dem Baumkataster der Verbandsgemeinde betraute Sachbearbeiterin. Begutachtet wurden auch Bäume an Wegen, Gewässern und Sportplätzen, an denen Radfahrer, Fußgänger und Hundehalter vorbeikommen können. Vorsichtshalber würden auch diese Bäume regelmäßig untersucht, sagt Ziegler. Mehrere 10.000 Euro investierte die Verbandsgemeinde ihm zufolge bislang für den Schutz der Bürger. Für die Verwaltung stellt die mit großem Aufwand erfolgte Erfassung der Bäume aber auch eine gute Basis hinsichtlich der künftigen Auswahl geeigneter Baumarten dar. „Wir setzen auf Durchmischung mit verschiedenen Arten“, erklärt Ziegler. „Wie die bisherigen Ergebnisse zeigten, befindet sich der größte Teil unserer Bäume im grünen Bereich“, sagt er zufrieden.