Rhein-Pfalz Kreis Aus Projekt wird Netzwerk

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Ein Jahr lang haben sich die Siedlungsschule Speyer und die Realschule plus Bobenheim-Roxheim in einem Medienprojekt mit den Themen Cybermobbing und Sexting auseinandergesetzt. Am Donnerstag feierten die 20 Neunt- und Zehntklässler den offiziellen Projektabschluss in Speyer und zogen ein Fazit: Sie wollen die Kooperation fortsetzen.

Mit dem Siegeszug des Smartphones ist die Anzahl der Opfer von Mobbing im Internet gestiegen, hat Margrit Sattel festgestellt. Sie ist Mitarbeiterin beim Kinderschutzdienst der Caritas, der das Projekt gemeinsam mit Medienpädagogin Michaela Brauburger ins Rollen gebracht hat. Sattel kennt die Auswirkungen der Bloßstellung gut: „Es geht ans Selbstwertgefühl. Manche ziehen sich zurück, andere werden aggressiv.“ Brauburger ergänzt: „Manche müssen die Schule wechseln, bei anderen führen die Beleidigungen bis zum Selbstmord.“ Die Projektteilnehmer haben festgestellt, dass das Verständnis für die Problematik bei den meisten Schülern fehlt. „Wir hatten ein Drei-Tages-Seminar, in dem wir uns verschiedene Internetseiten angeschaut haben, die aufzeigen, wie man sich besser vor Cybermobbing schützen kann“, sagt Siedlungsschülerin Monique Kohlenberg (16). Vom Recht am eigenen Bild, Vor- und Nachteilen des Internets und der Erörterung der Frage, wann Cybermobbing beginnt, berichtet Doreen Bardong (14) aus Bobenheim-Roxheim. Während des Projekts ist eine lehrreiche Präsentation entstanden, die jüngeren Schülern vorgeführt werden kann. Ein Netzwerk mit einem Treffen im Jahr soll gebildet werden. (xsm) Kontakt —Für Opfer: Kinderschutzdienst der Caritas, Telefon 06232 100144, E-Mail kinderschutzdienst.sp.rpk@caritas-speyer.de. — Eine Erste-Hilfe-App bei Cybermobbing hat die EU-Initiative „klicksafe“ auf den Markt gebracht.

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