Rhein-Pfalz Kreis Auf „Selbsthilfegruppe“ folgt Big Band
LIMBURGERHOF. Bereits zum 18. Mal hat der Lions Club „Goldener Hut“ Schifferstadt am Sonntag sein Benefizkonzert „Summertime Jazz“ im Park vor dem Schlösschen in Limburgerhof veranstaltet. Für den Jazz war die TC Bigband aus Haßloch zuständig, davor spielte die „Selbsthilfegruppe“ aus Limburgerhof. Und „Summertime“ war bei 35 Grad nicht nur ein Datum im Kalender. Laut Clubvorstand Wilfried Haensel kamen auch in diesem Jahr wieder 400 bis 500 Gäste.
Seit vielen Jahren gehört das Jazz-Konzert zu den festen Größen im Kulturleben von Limburgerhof. Der wohltätige Zweck wird dabei hochgehalten. Im vergangenen Jahr waren rund 5000 Euro an die Rudolf-Wihr-Realschule Plus für die Anschaffung von Musikinstrumenten und für eine Erstausstattung für Flüchtlingskinder gegangen. In diesem Jahr wird das durch die Bewirtung, Spenden und die Tombola erwirtschaftete Geld – Eintritt wurde keiner erhoben – an die drei Kindertagesstätten der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden für die Gestaltung der Außenanlagen gehen. Die TC Big Band, die schon seit 1975 besteht, gehört zu den traditionsreichsten Big Bands der Region. Sie spielt unter Leitung von Paul Schütt, der gleichzeitig auch ein hervorragender Solo-Posaunist ist. Unter Beweis stellte er das auch in Limburgerhof, in dem er den stilechten amerikanischen Swing vortrug. Zu Beginn spielte die Band „Dobs Boogie“ vom deutschen Arrangeur und Komponisten Walter Dobschinski – weiter ging`s mit „Mercy, mercy, mercy“ vom Österreicher Joe Zawinul. Aber auch Klassiker von Glenn Miller wie „American Patrol“ waren zu hören. Wesentlichen Anteil am Programm hatte die wunderbare Sängerin Angelika Rothert, deren Stimme sich wie ein Solo-Instrument in die musikalische Struktur der Band fügte. Mit Titeln wie „Just the Way You Are“ , „Feeling Good“, „The Look of Love“, „Georgia on My Mind“ und der sehr persönlichen Interpretation von „Summertime“ zeigte sie ihr Können. Auch Gerd Wolff, seit mehr als 20 Jahren Manager der Band, wagte sich mit dem Klassiker „Blueberry Hill“ auf die Bühne. Seine Einleitung „Fürchten Sie sich nicht, ich singe nun“ war nicht allzu ernst gemeint und wurde mit Lachen vom Publikum quittiert. Als Vorband trat die „Selbsthilfegruppe“ aus Limburgerhof auf und sorgte mächtig für gute Stimmung. Die Mischung aus Bohéme und Wandermusikanten spielte eine sehr ursprüngliche Form von frühem Jazz. Musikalisch ist die Gruppe sehr wohl ernst zu nehmen. Übrigens wurde die „Selbsthilfegruppe“ vor ein paar Jahren im Keller von „Wandermusikant“ Bernhard Vanecek gegründet. Die Verwandtschaft kommt also nicht ganz von ungefähr. |adö