Rhein-Pfalz Kreis Auf den neuesten Stand bringen

Dannstadt-Schauernheim. Der derzeit geltende Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim ist seit 2003 in Kraft. Da sich in den vergangenen zwölf Jahren doch einiges in der Kommune verändert hat, soll das Planungsinstrument nun auf den aktuellen Stand gebracht und bei der Gelegenheit auch gleich digitalisiert werden.
„Es gibt einigen Aktualisierungsbedarf“, stellte Bürgermeister Stefan Veth (CDU) jüngst bei der gemeinsamen Sitzung des Verbandsgemeinderats mit den drei Ortsgemeinderäten Dannstadt-Schauernheim, Hochdorf-Assenheim und Rödersheim-Gronau fest. Das betreffe einige Baugebiete, das kürzlich erst beschlossene Einzelhandelskonzept (wir berichteten) und die für Windkraftenergie ausgewiesenen Flächen. Beim letztgenannten Punkt hatten die vier Ratsgremien bei einer gemeinsamen Sitzung im August 2013 beschlossen, dass die Vorrangfläche hierfür im Regionalplan von 15 auf 79 Hektar vergrößert werden soll. „Doch wir sind bei der Landesplanung rausgefallen“, informierte Veth. Auf Dannstadt-Schauernheimer Gemarkung lohne es sich nicht, weitere Windkrafträder aufzustellen. Für den lukrativen Betrieb solcher Anlagen müsste der Wind in 140 Metern Höhe mindestens mit einem Tempo von 5,8 Meter je Sekunde wehen. Aus diesem Grund soll es nun bei den bestehenden 15 Hektar bleiben. Daneben werden Änderungswünsche der Ortsgemeinden Dannstadt-Schauernheim und Hochdorf-Assenheim beim Überarbeiten des Flächennutzungsplans berücksichtigt. Demnach soll westlich der Kurpfalzhalle im Ortsteil Dannstadt ein Areal als Sport- und Freizeitgelände vermerkt werden. Das Gebiet östlich der Schauernheimer Straße und nördlich des Robert-Koch-Wegs soll als gemischte Baufläche dargestellt werden. Die gemischte Baufläche „Schauernheim Nordwest“ wiederum soll vergrößert und damit die Voraussetzung für die eventuelle Erweiterung des Tegut-Marktes geschaffen werden. Die Option, das Gewerbegebiet „Im Weichlingsgarten“ auszuweiten, möchten sich die Hochdorf-Assenheimer offenhalten, in dem die gewerbliche Baufläche Dreispitz im Flächennutzungsplan vergrößert wird. Ebenfalls ein wichtiges Anliegen: Den Plan so ändern, dass die Firma Mayer und Ruppert ihr Betriebsgelände von derzeit rund 11.000 auf bis zu 20.000 Quadratmeter erweitern kann. Diesem Vorhaben habe die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) in Neustadt vorab zugestimmt, betonten Verwaltung und Ortsbürgermeisterin Gabriele Böhle (CDU). Für einige der Änderungswünsche müssen sogenannte Zielabweichungsverfahren eingeleitet werden. Das ist zum Beispiel nötig, wenn ein Gebiet bebaut werden soll, das im Flächennutzungsplan als Grünzug oder Vorrangfläche für die Landwirtschaft eingetragen ist. Die Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen wird rund 2000 Euro pro Verfahren kosten. Sobald alle Änderungen eingearbeitet sind, soll der Flächennutzungsplan digitalisiert werden. Das wird voraussichtlich 10.000 Euro kosten. Mit den Arbeiten wird das Fachbüro Fischer beauftragt. (mamü)