Rhein-Pfalz Kreis Architekt der Verbandsgemeinde

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Dannstadt-Schauernheim. Heinz Werner Ziegler, der über 28 Jahre lang Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim war, ist tot. Der Christdemokrat, „Architekt und Gründer“ der Verbandsgemeinde, wie ihn der jetzige Bürgermeister Stefan Veth (CDU) würdigt, ist am Samstag im Alter von 79 Jahren nach längerer Krankheit verstorben.

Mit Zieglers Namen sind nicht nur die Entstehung der Verbandsgemeinde, der Bau des Rathauses und die Zusammenführung der Verwaltung aus den verschiedenen Ortsteilen verbunden. Seine Spuren hat er auf vielfältige Weise im Leben der Gemeinden hinterlassen, zum Beispiel durch seine Initiative zur Gründung des Jugendchors Juventis Vocalis, die Bildung der Sozialstation Böhl-Iggelheim-Dannstadt-Schauernheim oder als wichtiger Initiator der Litauenhilfe, die bis zum heutigen Tag über 100 Hilfstransporte nach Litauen organisiert hat. Vom 1. Februar 1973 bis zum 31. Dezember 2001 leitete Ziegler die Geschicke der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim, bis er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand ging. „Er hatte wesentlichen Anteil daran, dass die Verbandsgemeinde so gegründet wurde, wie sie heute besteht“, sagt sein Nachnachfolger Veth. Heinz Werner Ziegler wurde am 7. Oktober 1934 als erstes von sieben Kindern im südpfälzischen Weyher als Sohn eines Winzers geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Landau und danach in Speyer, wo er 1955 die Abiturprüfung ablegte, studierte Ziegler Rechtswissenschaften in München und Heidelberg. Nach dem ersten Juristischen Staatsexamen 1960 arbeitete Ziegler als Gerichtsreferendar an den Landgerichtsbezirken Mannheim und Heidelberg und studierte gleichzeitig noch sechs Semester Betriebswirtschaft an der Wirtschaftshochschule Mannheim. 1964 bestand er die zweite juristische Staatsprüfung mit Prädikat und trat in den Dienst des Landes Rheinland-Pfalz ein. Beim damaligen Landratsamt Ludwigshafen wurde er Dezernent und nahm anschließend verschiedene Aufgaben wahr, unter anderem bei der damaligen Bezirksregierung in Neustadt, im Innen- und im Sozialministerium. Am 1. Februar 1973 wurde der Regierungsdirektor zum Verbandsbürgermeister ernannt. Zuvor war er schon Erster Beigeordneter der neu gebildeten Verbandsgemeinde gewesen. 1985 wurde der CDU-Politiker vom Gemeinderat im Amt bestätigt. Neun Jahre später setzte er sich auch bei der ersten Direktwahl als Chef der Verbandsgemeinde durch. Außerdem saß Ziegler von Januar 1974 bis November 1996 im Kreistag. 14 Jahre, bis 1989, war er Vorsteher des Zweckverbands für Wasserversorgung „Friedelsheimer Gruppe“. Heinz Werner Ziegler hinterlässt seine Frau Ingeborg, mit der seit 1962 verheiratet war, drei Kinder und vier Enkel. Zu Grabe getragen wird er am Donnerstag, 3. Juli, 15 Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Dannstadt. (umi)

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