Wahlkreis 38
Andreas Klamm (Die Linke): „Wohnraum als garantiertes Recht “
Herr Klamm, was ist für Sie das wichtigste politische Thema aus dem Rhein-Pfalz-Kreis, für das Sie sich in Mainz einsetzen werden?
Es ist ein Thema, das mit sozialer Sicherheit eng und direkt verbunden ist. Ich glaube, das Thema soziale, bezahlbare und öffentlich geförderte Wohnungen ist sehr wichtig. Wohnraum sollte ein garantiertes Menschenrecht sein. Menschen brauchen ausreichende finanzielle Mittel und gute, allgemeine Bedingungen für bezahlbaren, sicheren und würdevollen Wohnraum. Ohne würdevollen, bezahlbaren Wohnraum gibt es keinen sicheren Ort zum Aufenthalt. Wir können damit auch Gesundheit schützen und gute Arbeit möglich machen.
Vervollständigen Sie bitte diesen Satz: Politisches Engagement ist heute noch wichtig, weil …
... Demokratie davon lebt, dass sich möglichst viele oder in der Idealsituation alle Menschen an der Gestaltung von Demokratie, demokratischen, gesellschaftlichen und sozialen Strukturen direkt beteiligen. Menschen sollten Chancengleichheit praktisch erleben können und dürfen. Darin inbegriffen sollte auch die politische Teilhabe an Grundrechten, Menschenrechten, Frieden, Freiheit und Demokratie für alle Menschen ohne Ausnahmen sein. Jeder Mensch ist mit Gaben, Talenten und Fähigkeiten ausgestattet.
Was war die wichtigste und beste Entscheidung der aktuellen Landesregierung in den vergangenen fünf Jahren, die den Rhein-Pfalz-Kreis direkt betrifft?
Die Corona-Krise hat viele Menschen überrascht und beeinflusst seit etwa einem Jahr das Leben aller Menschen. Ich glaube, es ist dennoch auch in Krisen wichtig, fair zu bleiben, auch mal dankbar zu sein und vielleicht auch zu loben: Nach kleinen Startschwierigkeiten können wir dankbar sein, dass die Angebote und Versorgung für Impfungen durch das Land im vorderen Bereich der Statistik liegen und Malu Dreyer auch die Versorgung finanziell bedürftiger Menschen mit FFP2-Masken ermöglichte.
Was war das größte Versäumnis der aktuellen Landesregierung in den vergangenen fünf Jahren, die den Rhein-Pfalz-Kreis direkt betrifft?
Ich sehe Defizite in der Digitalisierung und digitalen Infrastruktur. Die permanente sichere Versorgung in diesen Bereichen ist sehr wichtig. Die Corona-Krise führt es uns vor Augen: Alle Schüler und Schülerinnen, Studenten und Studentinnen, Lehrkräfte, Dozenten und Dozentinnen brauchen digitale Endgeräte, um digitale Bildung im gesamten Land umzusetzen. Das gilt auch für ältere und in der Mobilität eingeschränkte Menschen, für Ärzte und Ärztinnen, damit Online-Sprechstunden möglich sind.
