Dannstadt-Schauernheim AG „Pappelwäldchen“: „Unfaire Attacken“

Ralf Klein
Ralf Klein

Dannstadt-Schauernheim. Die Aktionsgemeinschaft „Pappelwäldchen“ (AG) wehrt sich gegen Vorwürfe aus den Fraktionen der CDU, SPD und FDP im Ortsgemeinderat. Dort werde behauptet, das Land und die AG würden die weitere Erschließung des Gewerbegebiets Dannstadt-Ost behindern, kritisiert der AG-Sprecher Ralf Klein.

Die Bürgerinitiative setzt sich nach Kleins Angaben seit 2021 für den Naturschutz und den Erhalt der Landschaft am Pappelwäldchen im Südosten von Dannstadt ein. Eigene Recherchen hätten damals ergeben, dass das Vorgehen der Gemeinde bei der Erschließung des Gewerbegebiets unzulässig sei. „Eigentlich haben wir den Job der Gemeinde gemacht“, doch seien sie auf taube Ohren gestoßen. Erst Naturschutzverbände, Naturschutzbehörden und das Forstamt hätten dann mit ihrer Mitteilung zu fehlenden Gutachten und Genehmigungen die Einschätzung der AG bestätigt.

Seitdem sehe man sich „unfairen Attacken bestimmter Vertreter dieser drei Parteien ausgesetzt, wie jüngst wieder in einer öffentlichen Ortsgemeinderatssitzung“ (RHEINPFALZ vom 22. Mai). Es werde ein Sündenbock gesucht, „anstatt sich an die Fakten zu halten und die Verantwortung für eigene Fehler und Versäumnisse zu übernehmen“. Die Mitglieder der Bürgerinitiative würden dafür kritisiert, dass sie sich an Naturschutzbehörden und Forstämter gewandt hätten, „als ob dies ein Vergehen wäre“.

Diese Kritik missachte das Informationsrecht von Interessensgruppen und offenbare ein mangelndes Rechtsbewusstsein: „Hätte man denn lieber gesetzliche Vorgaben und Vorschriften missachtet?“

Die AG Pappelwäldchen setze sich weiterhin mit Aufklärung und Aktionen für den Erhalt dieses Lebensraums am südöstlichen Naherholungsrand von Dannstadt ein. Die ökologische Wertigkeit und die Vielfalt seien von Experten namhafter Naturschutzverbände bestätigt. Über 600 Unterstützer hätte bis heute diese Absicht zum Erhalt dieser Fläche mit ihrer Unterschrift bekräftigt, ergänzt Ralf Klein.

x