Maxdorf Absagen: Keine Kerwen in diesem Jahr

Kein Fassbieranstich – hier Maxdorfs Bürgermeister Werner Baumann –, kein Kerwetanz, kein Karrussell. Die Ortsfeste müssen ausfa
Kein Fassbieranstich – hier Maxdorfs Bürgermeister Werner Baumann –, kein Kerwetanz, kein Karrussell. Die Ortsfeste müssen ausfallen.

In Birkenheide, Fußgönheim und Maxdorf fallen in diesem Jahr die Kerwen aus. Was erwartet wurde, steht nun fest. Die Ortsgemeinden hatten noch Hoffnung, da die feste recht spät im Jahr liegen. Doch die aktuellen Corona-Regelungen machen die Ideen zunichte.

Eine Kerwe im Stile von früher, das könnte vielleicht gehen. Das war die Hoffnung von Maxdorfs Ortsbürgermeister Werner Baumann (CDU) vor einigen Wochen. Ohne Zelte, ohne die Möglichkeit, sich dicht an dicht hinzusetzen. Eher eine Kerwe zum Flanieren, mit Stehtischen – und auch mit Schaustellern und Karussell. Denn bis zur Kerwezeit Ende September sei ja noch Zeit, womöglich entspanne sich die Corona-Situation weiter. „Ich mache die bad news“, sagt nun Nils Max (SPD), der als Ortsbeigeordneter für die Kerwe zuständig ist und mit einer Arbeitsgruppe an einem neuen Konzept für das Dorffest feilt. Unter den aktuellen Corona-Auflagen sei es schlicht nicht möglich, ein solches Fest auszurichten. „Sämtliche Überlegungen, auch eine Light-Kerwe, sind vom Tisch gewischt“, sagt er.

Alle Orte der Verbandsgemeinde betroffen

Die Absagen betreffen die Kerwen in der gesamten Verbandsgemeinde Maxdorf. Jochen Schubert (FWG), Ortsbürgermeister von Fußgönheim, sieht durch die aktuelle Corona-Verordnung des Landes keine Alternative dazu, das Fest in diesem Jahr ausfallen zu lassen. „Es ist nicht zulässig, Volksfeste oder eine Kirmes durchzuführen“, sagt er. Diskussionsansätze aus den Reihen des Ortsgemeinderats lässt er gar nicht erst zu. Auf der Fußgönheimer Kerwe, in diesem Jahr vom 9. bis 13. Oktober geplant, steht ein Festzelt des ASV, in dem Bands auftreten. Es wird getanzt, an Abstandhalten ist hier nicht zu denken.

Und auch Birkenheide muss 2020 ohne seine Kerwe auskommen. „Das wird definitiv nichts“, sagt Ortsbürgermeister Rainer Reiß (CDU) über das Fest, das für Ende August geplant war. Die vertraglichen Absprachen mit den Schaustellern seien schon im Januar getroffen worden. „Wir warten auf die schriftliche Weisung von oben“, sagt Reiß. Er wolle etwas in der Hand haben, um Schadenersatzforderungen begegnen zu können.

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